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Tödliche Fahrt: Bislang keine Trauerfeier geplant

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Unfallort vor Kita
Mit Blumen, Teddies und Kerzen geschmückt ist der Unfallort im Ortsteil Gertenbach. © Uwe Zucchi/dpa

Für die bei einer Kollision mit einem Auto im nordhessischen Witzenhausen getötete Schülerin ist bislang keine öffentliche Trauerfeier geplant. „Wir müssen abwarten, wie sich die Familie dazu äußert“, sagte Bürgermeister Daniel Herz (parteilos) am Dienstag. Die Stimmung in der Stadt sei sehr emotional und bedrückt, vor allem im betroffenen Ortsteil Gertenach.

Witzenhausen - Mitarbeiter der Kita, vor dessen Gebäude am Freitagmorgen das Auto in die Gruppe von Schulkindern gefahren war, seien derzeit nicht in der Lage, wie üblich ihrem Beruf nachzugehen und hätten personelle Unterstützung aus den anderen Kindergärten erhalten. Kinder der betroffenen Grundschule würden psychologisch betreut. An der Unfallstelle lägen viele Kuscheltiere und Blumen, Hunderte Kerzen seien aufgestellt. „Und es kommen immer wieder neue hinzu, die Anteilnahme ist groß“, so der Bürgermeister.

Gegen den 30-jährigen Autofahrer ermittelt die Polizei wegen Mordes, er wurde in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Laut Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass er seinen Wagen mit Absicht in die Gruppe gelenkt hatte. Ein achtjähriges Mädchens erlag wenige Stunden später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Zwei Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren wurden schwer verletzt.

Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft in Kassel vom Dienstag hatte es direkt nach der Tat keine Hinweise darauf gegeben, dass der Mann alkoholisiert gewesen sein oder unter dem Einfluss von Drogen gestanden haben könne. Das Ergebnis der Blutuntersuchung stünde jedoch noch aus. dpa

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