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Weitere prominente Zeugen im „NSU 2.0“-Prozess erwartet

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Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. © David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Im Prozess um die „NSU 2.0“-Drohschreiben werden weitere Zeugen erwartet. Für heute (ab 9.15 Uhr) sind nach Angaben des Frankfurter Landgerichts unter anderen die Kabarettistin Idil Baydar, der Kabarettist Christian Ehring sowie der Journalist und Präsident des PEN-Zentrums Deutschland, Deniz Yücel, geladen. In dem Verfahren muss sich ein 54 Jahre alter Mann aus Berlin verantworten.

Frankfurt/Main - Die Staatsanwaltschaft wirft Alexander M. unter anderem Beleidigung in 67 Fällen, versuchte Nötigung und Bedrohung vor.

Außerdem geht es um die öffentliche Aufforderung zu Straftaten, um Volksverhetzung, um den Besitz kinder- und jugendpornografischer Schriften sowie einen Verstoß gegen das Waffengesetz. Die Kabarettistin Baydar hatte die Ermittlungsarbeit der Polizei scharf kritisiert.

Die Serie der Drohschreiben hatte im August 2018 mit Todesdrohungen gegen die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz und ihre Familie begonnen. Die Schreiben waren mit „NSU 2.0“ unterzeichnet in Anspielung auf die rechtsextreme Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Unter den Adressaten der Schreiben waren Privatpersonen und Personen des öffentlichen Lebens sowie Behörden. Besonders häufig betroffen und heftigen Beleidigungen und Drohungen ausgesetzt waren Frauen, die öffentlich engagiert und erfolgreich sind. M. hat bestritten, die Schreiben verfasst zu haben. dpa

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