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„Blutregen“: Stürme treiben Saharastaub nach Deutschland – aber Meteorologe warnt vor etwas anderem

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Von: Franziska Schwarz

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Kräftige Winde treiben Saharastaub aus Afrika nach Europa. Das Wetter-Phänomen wird den Himmel wohl mehrere Tage lang einfärben.

München - Wüstensand in Deutschland*? Ja, ein häufiges Phänomen. Ursache ist oft eine besonders warme Wetterlage in der nordafrikanischen Sahara. Ein Sturm in dieser Wüste treibt die Sandkörnchen dann in die Höhe, und Winde tragen sie dann noch weiter in den Norden - also nach Europa.

Der Saharastaub kommt diesmal hierzulande wohl am Dienstag (Stand 15. März: Der Saharastaub hat Deutschland inzwischen erreicht) an, nachdem die Wolke zuerst über Spanien* und Frankreich* gezogen ist. An der Costa Blanca werden extrem hohe Feinstaub-Werte* zur Gefahr für die Gesundheit, wie costanachrichten.com berichtet. Die größeren Körnchen fallen auf diesem Weg schnell herab - über die Alpen gelangt zu uns feiner Sandstaub.

Optisch kann das reizvoll sein, wie das Foto oben zeigt: Die Partikel in der Atmosphäre lassen sie rötlicher erscheinen. Wäscht Niederschlag* die Staubkörnchen aus der Luft, entsteht „Blutregen“, die Tropfen färben sich dann bräunlich ein. Für Autobesitzer heißt das Wetter*-Phänomen aber auch, dass ein Waschgang angezeigt wäre.

Deutschland-Wetter: Grafik zeigt Weg des Saharastaubs im März

Laut wetter.com verursacht den Saharastaub dieses Mal ein Tiefdruckgebiet*, das sehr weit südlich zieht und erst vor der Küste Marokkos Halt macht. Das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus twitterte eine Grafik zum Weg des Saharastaubs:

Saharastaub in Deutschland meist keine Gefahr für Allergiker

Wie weather.com zum Phänomen Saharastaub schreibt, müssen sich Allergiker wegen ihm nicht sorgen. Allergologen zufolge seien die Partikelchen nicht unmittelbar gesundheitsgefährdend, da sie mit einer Größe von 0,1 bis zehn Nanometer zu klein seien. Die Atemwege könnten sie daher eigentlich nicht reizen. Auch, wenn der Staub vielleicht nervt. Für die Pflanzen im Garten ist der Saharastaub besonders wertvoll, weil er vor Nährstoffen strotzt, berichtet 24.garten.de*.

Der Meteorologe Dominik Jung erwartet in seinem Newsletter vom 14. März „jede Menge“ Saharastaub, der in Deutschland dann auch bis zum Wochenende zu beobachten sein wird. In seiner Wetterprognose betont Jung allerdings etwas anderes: Es könnte der sonnigste und trockenste März seit 1881 werden - das bedeutet Waldbrandgefahr. (frs) *Merkur.de, costanachrichten.com und 24garten.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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