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Immer mehr Menschen mit Omikron-Subtyp BA.2 infiziert - Experte mit eindeutiger Herbst-Prognose

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Von: Magdalena von Zumbusch

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Eine Corona-Studie zeigt: Der Omikron-Subtyp BA.2 hat andere virologische Eigenschaften als der Urtyp. (Symbolfoto)
Eine Corona-Studie zeigt: Der Omikron-Subtyp BA.2 hat andere virologische Eigenschaften als der Urtyp. (Symbolfoto) © La Nacion/Imago

Die aktuelle Corona-Welle überrollt noch immer Deutschland, täglich infizieren sich mehr als 200.000 Menschen. Für wen wäre eine vierte Impfung nun sinnvoll?

Berlin - Die Corona-Pandemie in Deutschland nimmt seit Wochen wieder an Fahrt auf. Schuld daran ist unter anderem die BA.2-Variante der Omikron-Mutation. Diese neue Mutation ist offenbar noch ansteckender als die ursprüngliche Omikron-Version und somit auch ansteckender als das ursprüngliche Coronavirus. Immunologe Timo Ulrichs erklärt nun, wann die vierte Corona-Impfung notwendig wird und ob diese genauso wirksam gegen BA.2 helfen kann.

Corona-Lockerungen in Deutschland: Hohes Ansteckungsrisiko von Omikron besonders bedrohlich

Gerade durch die aktuellen Lockerungen hat die BA.2-Variante des Coronavirus ein sehr hohes Verbreitungspotenzial. Wie gut schützen uns die Impfungen nun vor diesem Subtyp? Was wir aktuell dazu wissen, erklärt der Epidemiologe Timo Ulrichs von der Akkon-Hochschule in Berlin im Gespräch mit ntv: „Es ist so, dass es sich dabei nach wie vor um eine Immun-Escape-Variante handelt. Das heißt, die Immunität, die da aufgebaut wird, ist nicht mehr so gut zu dem Schutz vor einer Infektion, sehr wohl aber zum Schutz vor einer Erkrankung. Und das ist ja die Hauptsache.“

BA.2-Variante der Omikron-Mutation inzwischen dominant: Daher wieder mehr schwere Verläufe

In einem weiteren Gespräch mit der Welt zum Novavax-Impfstoff äußerte sich Ulrichs ebenfalls zur BA.2-Variante: Er berichtet von den häufig schwereren Verläufen des Subtyps BA.2. Diese seien „nochmal ein guter Grund, den Immunschutz zu vervollständigen“, sagt er, und natürlich „für die, die noch gar keine Impfung haben, sich möglichst schnell eine zu holen“. Ulrichs meint, dass keineswegs auszuschießen sei, dass mit der nächsten schweren Welle, die er spätestens im Herbst 2022 auf Deutschland zukommen sieht, „sich noch schwerere klinische Verläufe des neuen Omikron-Subtyps ausprägen“.

Video: Zukünftige Corona-Impfstrategien

Corona in Deutschland: Wer sollte eine vierte Impfung erhalten?

Jedenfalls für vulnerable Gruppen hält Ulrichs daher eine vierte Impfung für wichtig, erklärt er im Interview mit der Welt. Dabei sei einerseits eine baldige vierte Impfung mit den aktuell verfügbaren Impfstoffen sinnvoll. Noch gezielter könnte man sich gegen die neuen Omikron-Varianten des Coronavirus allerdings mit einem omikron-spezifischen Impfstoff schützen. Er hoffe demnach, dass diese Impfstoffe nun möglichst zügig auf den Markt kommen.

Von den omikron-spezifischen Impfstoffen werden erste Lieferungen für den Markt ab Ende März/ Anfang April erwartet.

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