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Lauterbach warnt vor hunderten Corona-Toten am Tag - jetzt ist wohl interner Brief aufgetaucht

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Von: Martina Lippl

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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bezeichnet die aktuelle Corona-Lage in Deutschland als kritisch.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bezeichnet die aktuelle Corona-Lage in Deutschland als kritisch. © Jürgen Heinrich/imago

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sieht die aktuelle Infektionslage in Deutschland sehr kritisch. Medien berichten von einem Brief des Ministers, der ganz anders zu interpretieren ist.

Berlin - Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland sind so hoch wie nie. Die 7-Tage-Inzidenz lag erstmals am Samstag bei knapp 1.500. „Die Lage ist objektiv viel schlechter als die Stimmung“, sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach am Freitag in Berlin. Lauterbach bezeichnete die aktuelle Corona-Lage als kritisch. Verwies auf die Todesfälle von 200 bis 250 täglich und dass „in einigen Wochen noch mehr Menschen daran versterben.“ Es sei eine Fehleinschätzung, dass die ansteckendere Omikron-Variante BA.2 ungefährlich sei. Insbesondere für Ungeimpfte sei das Risiko eines schweren, gar tödlichen Krankheitsverlaufs groß.

Lauterbach erwartet viele Corona-Hotspots im Frühling

Wenn ab dem 20. März viele Corona-Maßnahmen fallen, sollten sich die Länder auf einen Frühling mit Corona vorbereiten, mahnte Lauterbach. „Bei der Entwicklung der Fallzahlen erwarte ich zahlreiche Hotspots in vielen Bundesländern“, so der SPD-Politiker. Ein Schwellenwert, ab wann die Hotspot-Regel greifen soll, ist zunächst allerdings im Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes noch offen.

Lauterbach will Kassenärzten Corona-Sonderzahlungen streichen

In einem Brief des Gesundheitsministers Karl Lauterbach stellt sich die Lage weit weniger dramatisch dar. Lauterbach will offenbar die Corona-Sonderregelungen für Kassenärztinnen und Kassenärzte streichen. Das geht aus einem Brief des Ministers an die Kassenärztliche Vereinigung vom 3. März hervor, berichtet die Bild-Zeitung.

„Unter Berücksichtigung der stabilen Situation auf den Intensivstationen, ist aktuell eine Überlastung des Gesundheitssystems nicht mehr zu erwarten“, heißt es in dem Brief, der der Bild vorliegt. Sonderzahlungen unter anderem für Schutzausrüstung, Lager sowie für die Corona-Hotline sollen demnach wegfallen.

Lauterbach begründete dies demnach auch mit den saisonalen Effekten, die sich wahrscheinlich günstig auf die Neuinfektionen auswirkten. Zudem weise der SPD-Politiker auf deutlich mildere Verläufe bei Omikron hin.

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt am Samstag (12. März) bei 1496,0. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat damit einen neuen Höchstwert gemeldet. Mehr Infos in unserem News-Ticker zum Thema Corona in Deutschland. (ml)

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