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Afrikanische Schweinepest: Fünfter Fall in Marnitz bestätigt

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Afrikanische Schweinpest in Mecklenburg-Vorpommern
Ein Schwein wird in einer Spezialvorrichtung mit Strom betäubt, um anschließend getötet zu werden. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Die Zahl der Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) im Süden Mecklenburgs ist auf fünf gestiegen. Das Friedrich-Loeffler-Institut als Referenzlabor des Bundes bestätigte einen entsprechenden Befund des Landeslabors vor einigen Tagen bei einem tot gefundenen Wildschwein. Die Bestätigung sei am späten Dienstagabend beim Landkreis Ludwigslust-Parchim eingegangen, sagte ein Kreissprecher am Mittwoch in Parchim.

Schwerin - Das infizierte Wildschwein war bei einer gezielten Suche im Kerngebiet des Ausbruchs von Marnitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gefunden worden. Es war der erste Ausbruch der gefürchteten Tierseuche bei Wildschweinen in Mecklenburg-Vorpommern. Bei einer Jagd am 19. November hatten Treiber einen toten Frischling entdeckt, bei dem später das Virus nachgewiesen wurde. Daraufhin wurden alle 17 Wildschweine, die bei Jagd erlegt worden waren, getestet. Bei drei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen.

Die Behörden wiesen mehrere Sicherheitszonen aus und ließen das Kerngebiet bis Mittwoch absperren. Dazu seien 60 Mitarbeiter der Landesforstanstalt im Einsatz gewesen, sagte der Kreissprecher. Per Hubschrauber, mit einer Drohne sowie mit Suchhunden wurde nach Wildschweinen in dem Gebiet gesucht. Dabei wurde auch das Tier gefunden, das sich jetzt als infiziert herausstellte.

Mecklenburg-Vorpommern ist das dritte Bundesland nach Brandenburg und Sachsen, in dem die Tierseuche nachgewiesen wurde. Mitte November war die Afrikanische Schweinepest, die für Schweine tödlich, für Menschen aber ungefährlich ist, bereits in einem Mastbetrieb in Lalendorf im Landkreis Rostock nachgewiesen worden. Es war der erste Fall im Nordosten. Alle rund 4000 Tiere in dem Stall wurden getötet. Lalendorf und Marnitz liegen etwa 60 Kilometer voneinander entfernt.

Das Agrarministerium in Schwerin und der Landesjagdverband mahnten die Jäger zu besonderer Umsicht. „Um das ASP-Virus nicht unbeabsichtigt zu verbreiten, ist es wichtig, dass alle Menschen, die in irgendeiner Form mit Wildschweinen in Kontakt kommen, mit den typischen Krankheitssymptomen vertraut sind und sich an gewisse Grundregeln halten“, heißt es in einer Erklärung vom Mittwoch. dpa

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