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Amazon: Rund 500 MV-Firmen nutzen Plattform

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Paket-Verteilzentrum des Online-Händlers Amazon
Mitarbeiter sortieren an einem Transportband Paketsendungen im neuen Verteilzentrum von Amazon. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Der Onlinehändler und Technologieriese Amazon hatte im Nordosten Deutschlands bisher einen großen weißen Fleck. Das ist nun vorbei: In Neubrandenburg wurde das neueste Verteilzentrum vorgestellt.

Neubrandenburg/Rostock - Der weltgrößte Onlinehändler Amazon bietet nach eigenen Angaben inzwischen 500 Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern eine Verkaufsplattform. Darüber wurden 2020 bereits Waren im Wert von 35 Millionen Euro aus dem Nordosten verkauft, wie ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch in Neubrandenburg bei der Vorstellung des neuesten Amazon-Verteilzentrums in Deutschland sagte. Von dem Standort mit knapp 10.000 Quadratmetern Hallenfläche und 180 Mitarbeitern werden seit einer Woche Kunden zwischen Oranienburg bei Berlin bis zur Insel Usedom und südlich von Rostock versorgt.

Alle geplanten 180 Stellen im Dreischichtbetrieb seien in kurzer Zeit schon besetzt worden, für das Weihnachtsgeschäft würden aber noch Beschäftigte gesucht, sagte Standortleiter Phillipp Hecht. Im Zuge der Corona-Pandemie biete die Firma Neubrandenburger Mitarbeitern auch weiterhin zweimal pro Woche kostenlose PCR-Tests an. Für eine möglichst effektive Zustellung werden die Pakete auf Bändern durch Computer vorsortiert bei einer Kapazität von etwa 2800 Paketen pro Band und Stunde.

Die Fahrer bekommen computergestützte, genau auf die Auslieferung der Pakete zugeschnittene Routenpläne, so dass sie möglichst effektiv unterwegs sein sollen. Pro Fahrer und Tour werden - je nach Länge und Bestellungen - 80 bis 100 Pakete ausgeliefert. Neubrandenburg liegt in einer der am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands und schließt einen großen weißen Fleck bei dem Online-Händler.

Derzeit entsteht außerdem an der Autobahn 20 bei Dummerstorf (Landkreis Rostock) ein deutlich größeres Logistikzentrum, von dem wiederum die kleineren Verteilzentren beliefert werden. Insgesamt sollen in Mecklenburg-Vorpommern etwa 1450 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Einstiegslohn liege bei 12 Euro pro Stunde und solle 2022 auf 12,50 Euro steigen, hieß es. dpa

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