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Beschäftigte im Groß- und Außenhandel bekommen mehr Geld

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Verdi
Eine Warnweste mit der Aufschrift „ver.di“. © Tom Weller/dpa/Symbolbild

Ab Oktober dürfen sich die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel in Mecklenburg-Vorpommern auf mehr Geld freuen. „Die Löhne und Gehälter steigen rückwirkend zum 1. Oktober 2021 um 3 Prozent und ab dem 1. April 2022 um weitere 1,7 Prozent“, hieß es in einer Mitteilung der Gewerkschaft Verdi am Donnerstag.

Schwerin - Daneben sollen auch die Auszubildenden profitieren, ihre Vergütungen steigen den Angaben zufolge zum 1. August 2021 um 30 Euro und am 1. August 2022 um 20 Euro. Das Verhandlungsteam des Regionalbezirks Nord hat sich damit im dritten Anlauf mit dem Unternehmensverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (AGA) auf einen Tarifvertrag für die rund 15 000 Beschäftigten im Nordosten geeinigt. Dieser hat eine Laufzeit von 24 Monaten und gilt rückwirkend ab 1. Mai. Der Arbeitgeberverband bestätigte die Einigung.

„Angesichts der pandemiebedingt schwierigen Rahmenbedingungen ist ein für beide Seiten akzeptabler Kompromiss gelungen“, kommentierte Verdi-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp. Besonders hob sie die Erhöhung der Ausbildungsvergütung hervor, diese leiste einen wichtigen Beitrag, die Ausbildung attraktiver zu gestalten. Auch die Arbeitgeber zeigten sich zufrieden: „Wenn auch mit harten Bandagen gerungen wurde, beweist der Abschluss, dass die Tarifautonomie krisenfest ist. Den Flächentarifvertrag zu sichern, war uns ein sehr wichtiges Anliegen“, hieß es von AGA-Verhandlungsführer Volker Hepke.

Wie schon bei den Verhandlungen im Einzelhandel konnte sich die Gewerkschaft nicht mit ihrer Forderung nach einer sogenannten Allgemeinverbindlichkeit des Tarifabschlusses durchsetzen. Dieser wäre dann ohne weitere Bedingungen für alle Unternehmen im Einzelhandel im Nordosten gültig gewesen. Damit der Tarifvertrag zur Anwendung kommt, muss also weiter sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer tarifgebunden sein. dpa

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