1. Startseite
  2. Deutschland
  3. Mecklenburg-Vorpommern

BUND: Beschwerde gegen „Gewerbepark A14“

Erstellt:

Kommentare

Wald
Blick auf einen Waldweg in Mecklenburg-Vorpommern. © Stefan Sauer/dpa

Um die Rodung von gut 40 Hektar Wald zu verhindern, hat die Umweltschutzorganisation BUND Beschwerde gegen den ersten Teil des geplanten „Gewerbeparks A14“ bei Grabow (Kreis Ludwigslust-Parchim) eingelegt. „Die Zerstörung des Waldökosystems auf so einer großen Fläche ist in Anbetracht des Klimawandels anachronistisch“, sagte BUND-Geschäftsführerin Corinna Cwielag am Montag in Schwerin.

Grabow - Die 46 Hektar seien dabei nur der Anfang des Waldverlustes, weitere 90 Hektar sollten folgen. „Eine Waldrodung in so großem Stil hat Auswirkungen auf Wasserrückhalt und Grundwasserneubildung und bedeutet einen schweren Artenverlust“, stellte Cwielag fest. Die Beschwerde richtete sich an die Gemeinde Grabow.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatten Mitte August einen Fördermittelbescheid in Höhe von 38 Millionen Euro an Grabows Bürgermeisterin Kathleen Bartels (SPD) übergeben. Auf den geförderten 46 Hektar sei ein „grünes Gewerbegebiet“ vorgesehen, hieß es damals vonseiten der Landesregierung. Entscheidend seien die Nutzung von erneuerbaren Energien, die in der Region erzeugt werden, Maßnahmen zur Energieeffizienz und eine sparsame, effiziente Flächennutzung.

Nach BUND-Ansicht gibt es für ein weiteres Gewerbegebiets in der Region keinen Bedarf. Das Regionale Entwicklungskonzept A14 belege, dass bis 2030 ein Bedarf für maximal 40 Hektar Gewerbestandorte in der gesamten Region Ludwigslust - Neustadt-Glewe - Grabow bestehe. Er werde bereits mit den 2015 bestehenden Gewerbeflächen quantitativ abgedeckt. In der Region seien diverse, bereits erschlossene Gewerbeflächen frei, auch mit Autobahn-Anschluss. dpa

Auch interessant

Kommentare