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Chefhygieniker: Omikron wird Delta im Januar verdrängen

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Nach Aussage des Leitenden Hygienikers der Universitätsmedizin Greifswald wird die Omikron-Variante noch im Januar zur dominierenden Variante des Coronavirus im Nordosten. „Bis Ende Januar spätestens wird Omikron praktisch komplett Delta verdrängt haben“, sagte Nils-Olaf Hübner am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Wachstumskurve sei „wahnsinnig steil“, so dass die Omikron-Welle nach den Weihnachtsfeiertagen bundesweit, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern voll da sei.

Schwerin - Das Gesundheitsministerium in Schwerin hatte zuvor mitgeteilt, dass landesweit bisher 26 Infektionsfälle mit der neuen Variante zweifelsfrei nachgewiesen worden seien.

Hübner sagte, dass man im Vergleich zur beginnenden Delta- oder Alpha-Welle bei Omikron wegen ausgelasteter Laborkapazitäten derzeit weniger klar sehe. „Das ist so das große Problem, dass wir immer noch mitten in der Delta-Welle sind.“ Man habe die Kapazitäten aber maximal hochgefahren. Hübner ist Mitinitiator eines Studienzentrums in Greifswald, das unter anderem Proben sequenziert, um neue Varianten im Nordosten aufzuspüren.

Omikron hat laut Hübner eine etwa doppelt so hohe Übertragbarkeit wie die Delta-Variante. Auch Geimpfte und Genesene würden vermehrt betroffen sein. „Die Ungeimpften sowieso. Und das wird sprunghaft zu mehr Infektionen führen.“

Die bisher nachweislich betroffenen Personen im Nordosten sind laut Gesundheitsministerium zwischen 9 und 86 Jahre alt. Schwere Verläufe habe es dabei bislang nicht gegeben, allerdings seien zwei Patienten mit leichten Symptomen und Vorerkrankungen in Krankenhäuser gebracht worden.

Hübner sagte, die Entwicklung werde davon abhängen, ob die hoffentlich geringere Fallschwere von der schieren Zahl der Infektionen wieder aufgehoben wird, oder ob es gelinge, die Ausbreitung von Omikron so zu verzögern, dass weniger schwere Fälle gleichzeitig anfallen. dpa

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