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Chipmangel sorgt für Kurzarbeit bei Autozulieferern in MV

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Blick auf einen Parkplatz mit Neuwagen. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Der Chipmangel sorgt auch bei Autozulieferern in Mecklenburg-Vorpommern für Kurzarbeit. Nach Angaben des Branchenverbandes Automotive-MV gibt es derzeit in mehr als der Hälfte der Mitgliedsunternehmen Kurzarbeit oder sei beantragt, wie Verbandsvertreter Andreas Vietinghoff am Montag in Rostock sagte.

Rostock - Es sei ärgerlich: Erst hätten die Pandemie und die damit verbundenen Unsicherheiten der Verbraucher für weniger Nachfrage gesorgt, so Vietinghoff. Jetzt sei die Nachfrage da, aber sie könne nicht befriedigt werden, weil die Lieferketten aus Asien noch nicht wieder funktionierten. Marktbeobachter gingen davon aus, dass dies bis ins kommende Jahr hinein dauern werde. Die Chipkrise dauere bereits seit dem Frühjahr an. Lieferprobleme gebe es aber auch bei Metall- und Kunststoffteilen aus Asien.

Von Auftragsrückgängen sind Vietinghoff zufolge auch Autozulieferer betroffen, die keine oder kaum Chips verbauen. Würden die Bänder in der Autofabrik gestoppt, würden auch keine Zulieferteile benötigt.

Betroffen von Kurzarbeit ist etwa eine Tochter des Friedrichshafener ZF-Konzerns. Die ZF Airbag Germany in Laage bei Rostock mit 620 Mitarbeitern hat für Oktober Kurzarbeit an durchschnittlich drei Tagen vorgesehen, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Das Unternehmen stellt Gasgeneratoren für Airbag-Systeme her. Zuvor hatte die „Ostsee-Zeitung“ berichtet. dpa

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