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Corona belastet Zufriedenheit in MV weniger als anderswo

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Glücksatlas 2021
Ein gepresstes und schon fast getrocknetes vierblättriges Kleeblatt. © Patrick Pleul/dpa/Symbolbild

Die Corona-Krise hat die Lebenszufriedenheit der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern einer Umfrage zufolge weniger stark beeinträchtigt als im Bundesdurchschnitt. Das geht aus dem neuen „Glücksatlas“ hervor, der am Mittwoch in Bonn veröffentlicht wurde.

Bonn/Schwerin - Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerteten die Befragten im Nordosten darin ihre allgemeine Zufriedenheit im Jahr 2021 im Schnitt mit 6,6 Punkten. Mecklenburg-Vorpommern landete damit im Ländervergleich auf dem zehnten Platz - 2019 war es noch der 15. gewesen. Zwar lag der Wert niedriger als vor der Pandemie (6,76). Bundesweit fiel der durchschnittliche Rückgang allerdings stärker aus, vom Rekordniveau von 7,14 im Jahr 2019 auf zuletzt 6,58 - dem niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung 1984.

Mecklenburg-Vorpommern lag vor Pandemie-Beginn deutlich unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Das Glücksniveau habe während der Pandemie wie in anderen ostdeutschen Bundesländern aber nur vergleichsweise wenig nachgegeben. Das Land habe im Vergleich zu anderen weniger junge Menschen und Familien, die besonders stark unter der Pandemie litten. Außerdem litten Geringverdiener weniger stark als Gutverdiener, was sich in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen niedrigen Löhnen bemerkbar mache, hieß es.

Bei der Zufriedenheit mit dem Familienleben belegt das Land den dritten und bei der Zufriedenheit mit der Freizeitgestaltung sogar den zweiten Platz, bei der Berufszufriedenheit hingegen den vorletzten.

Insgesamt stehen die Ergebnisse der Untersuchung zufolge im direkten Zusammenhang mit Corona. „Je höher die Infektionszahlen und je strikter die Maßnahmen, desto niedriger das Glücksniveau“, heißt es im „Glücksatlas“. Betrachtet wurden auch die Auswirkungen einer Impfung gegen das Coronavirus. Sie löse bei Geimpften einen „deutlichen Glücksschub“ aus und hebe die Lebenszufriedenheit im Schnitt um 0,52 Punkte, so die Autoren.

Für die Untersuchung im Auftrag der Deutschen Post hatte das Institut für Demoskopie Allensbach mehr als 8400 Menschen deutschlandweit in einer repräsentativen Umfrage interviewt. Befragt wurden sie zwischen Januar und Juni 2021. Die Corona-Lage in der zweiten Jahreshälfte ist in den Daten also nicht abgebildet. dpa

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