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Dreimal geführt und gewonnen: Rostock verscheucht Heimfluch

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Hansa Rostock - Holstein Kiel
Pascal Breier von Hansa Rostock bejubelt seinen Treffer zum 1:0. © Danny Gohlke/dpa

Hansa Rostock verscheucht den Heimfluch. Nach über vier Monaten ohne Sieg im Ostseestadion bezwingt die Härtel-Elf Holstein-Kiel im Nordderby mit 3:2 und vergrößert die Distanz zum Tabellenkeller.

Rostock - Hansa Rostock kann zu Hause doch noch gewinnen. Eine Woche nach dem 4:3-Sieg beim FC Schalke 04 bezwang das Team von Trainer Jens Härtel am Freitagabend auch Holstein Kiel auf spektakuläre Weise mit 3:2 (1:0) und setzte sich nach dem dritten Heimsieg dieser Saison etwas aus dem Tabellenkeller ab. „Die Erleichterung ist sehr, sehr groß. Wir hatten die besseren Torchancen und haben in den richtigen Momenten zugeschlagen“, sagte Hansas Matchwinner Hanno Behrens in einem Sky-Interview.

Pascal Breier (4.), John Verhoek (68.) und Hanno Behrens (81.) erzielten vor 21 750 Zuschauern im unter Corona-Bestimmungen ausverkauften Ostseestadion die Hansa-Tore. Sie sorgten für den ersten Heimsieg seit dem 31. Oktober (2:1 gegen Düsseldorf). Alexander Mühling (50.) und Calogero Rizzuto per Eigentor (71.) trafen für die Gäste, die nun vier Mal in Serie verloren.

Der Treffer zum 1:1 war besonders kurios. Denn Mühling köpfte aus kurzer Distanz auf das Tor, der Klärungsversuch von Verteidiger Damian Roßbach prallte an die Unterkante der Latte, der Konter der Rostocker lief zunächst weiter - ehe Schiedsrichter Lasse Koslowski nach einem Hinweis des Videoassistenten auf Tor für Kiel entschied.

Hansa musste kurzfristig auf Lukas Fröde und Nico Neidhart verzichten. Trainer Jens Härtel gab erst nach dem Spiel bekannt, dass sich beide mit dem Coronavirus infiziert haben. Mit dem wiedergenesenen Mittelfeldspieler Simon Rhein in der Startelf erwischten die Hausherren trotzdem einen Start nach Maß. Breier schoss nach einer Ecke entschlossen ab und überwand Holsteins Schlussmann Ioannis Gelios zu seinem vierten Saisontor.

Breier und sein Sturmpartner Haris Duljevic hätten die Führung schon in den ersten 20 Minuten ausbauen können. In der 32. Minute fand Linksaußen Duljevic seinen Meister in Kiels Nummer eins Gelios.

Ähnlich verheißungsvolle Gelegenheiten hatte Kiels Abteilung Attacke gegen äußerst kompakt stehende Rostocker lange Zeit nicht zu bieten. Lediglich nach einer Ecke von Lewis Holtby drohte in der 38. Minute Gefahr. Aber Hansas Rizzuto schlug den Ball von der Torlinie.

Nach dem 1:1 wirkte Hansa etwas geschockt und brauchte schon seinen Torjäger, um die Hoffnung auf den ersehnten dritten Heimsieg zu nähren. Verhoek stand da, wo ein Mittelstürmer zu stehen hat, und netzte nach einer Flanke von Duljevic zu seinem umjubelten 14. Saisontreffer ein. Auch auf das 2:2 hatten die Rostocker eine Antwort parat. Behrens köpfte zum insgesamt verdienten Endstand ein.

„Wir sind überglücklich, endlich im Ostseestadion den Dreier gelandet zu haben“, sagte Härtel. „Wir haben uns endlich mal belohnt für viel Aufwand und hatten auch das Quäntchen Glück.“ dpa

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