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FDP und Linke fordern ebenfalls 9-Euro-Ticket-Nachfolger

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Ein für Juni gültiges 9-Euro-Ticket
Ein für Juni gültiges 9-Euro-Ticket. © Frank Rumpenhorst/dpa/Illustration

FDP und Linke haben ebenfalls eine Folgelösung für das Ende August auslaufende bundesweite 9-Euro-Ticket gefordert. „Das vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) vorgeschlagene 69-Euro-Ticket halte ich für eine charmante Lösung nach dem Erfolg des Neun-Euro-Tickets“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, David Wulff, am Freitag.

Schwerin - Er forderte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) auf, sich in den Prozess aktiv einzubringen.

Der VDV hatte am Donnerstag vorgeschlagen, ab dem 1. September ein dauerhaftes 69-Euro-Monatsticket zur Nutzung des Nahverkehrs in ganz Deutschland anzubieten.

Die Linkspartei im Land wünscht sich gar, das bestehende 9-Euro-Ticket über August hinaus zu verlängern. „In der jetzigen Situation muss das 9-Euro-Ticket ab September fortgeführt werden, damit ÖPNV in der Krise nicht nur einigen vorbehalten bleibt“, teilen die Landesvorsitzenden Vanessa Müller und Peter Ritter in einer gemeinsamen Mitteilung mit.

Nach einer Videokonferenz des Bundeskanzleramts-Chefs mit den Leitern der Staatskanzleien zu den Themen Corona und Energie hatte der Ressortchef im Nordosten, Patrick Dahlemann (SPD), bereits am Donnerstag für eine Anschlusslösung für das 9-Euro-Ticket geworben. „Dabei geht es mir vor allem um die Pendlerinnen und Pendler und auch um Azubis und Senioren. Sie müssen auch weiter preisgünstig den Nahverkehr nutzen können“, teilte Dahlemann am Abend mit.

Auch die FDP ist der Ansicht, dass Pendler von einem kostengünstigen Öffentlichen Personennahverkehr profitieren können. Damit das gelingen kann, sieht die Partei jedoch den Bedarf eines weiteren Streckenausbaus und einer größeren Vielfalt des Angebots. Für Wulff zählt hierzu auch ein landesweiter Verbundtarif für Bus und Bahn.

Den Bedarf für einen Ausbau sieht auch die Linkspartei. „In vielen Regionen in Mecklenburg-Vorpommern gibt es gerade außerhalb der Schulzeiten eben keine vernünftige Anbindung“, so Müller und Ritter. Sie warben gar dafür, mit einem 5-Jahres-Programm einen kostenlosen ÖPNV zu verwirklichen. dpa

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