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Gedenken an Opfer des Holocaust im Landtag

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Birgit Hesse (SPD)
Birgit Hesse (SPD), die Landtagspräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Mit einer Schweigeminute haben die Mitglieder des Landtags am Donnerstag der Opfer des Holocaust gedacht. Landtagspräsidentin Birgit Hesse (SPD) sagte zu Beginn der Sitzung vor den Abgeordneten: „Auschwitz ist und bleibt die furchtbarste Antithese zu Demokratie und Humanität. Auschwitz steht für ein Menschheitsverbrechen ungekannten und unbegreiflichen Ausmaßes.“

Schwerin - Die bittere Gewissheit, wozu Menschen fähig seien, müsse die Menschen heute und in der Zukunft umtreiben und wachhalten. „Denn die mit dem Holocaust im Zusammenhang stehenden Fragen bleiben: Wie konnte all das geschehen? Wie konnte jeder Maßstab für Recht und Unrecht verloren gehen? Wie konnten Mitgefühl und Anstand absterben - wie die Menschlichkeit?“

Auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) rief in einer Mitteilung dazu auf, die Erinnerung wachzuhalten und sie nachfolgenden Generationen weiterzugeben. „Es ist unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Opfer - Millionen Juden, Sinti und Roma, Lesben und Schwule, Gegner und Kritiker des Nationalsozialismus - der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft nicht in Vergessenheit geraten. Das sind wir ihnen und ihren Angehörigen schuldig.“

Schwesig rief auf, heutigen Feinden der Demokratie eine Absage zu erteilen und ihnen entgegenzutreten. „Wir müssen alles tun, damit Antisemitismus, Rassismus und Menschenverachtung in unserer demokratischen Gesellschaft keine Chance haben und sich nicht ausbreiten können. Die Würde eines jeden Menschen ist und bleibt unantastbar“, sagte sie.

Seit 1996 wird in Deutschland der 27. Januar als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ begangen. Am 27. Januar 1945 hatten sowjetische Soldaten das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit. dpa

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