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Geflügelpest in Vorpommern: 20 von 80 Wildenten infiziert

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Geflügelpest in Vorpommern
Rund 4000 Hähnchen leben zusammen in einem modernen Hühnerstall. © Ingo Wagner/dpa/Archivbild

Die Geflügelpest ist nach Untersuchungen des Landkreises Vorpommern-Rügen im Norden von Vorpommern unter Wildvögeln verbreitet. Wie die Behörde am Donnerstag in Stralsund mitteilte, sind für Untersuchungen 80 Wildenten im Kreisgebiet erlegt worden. Bei 20 der gesund erscheinenden Tiere sei das hochansteckende Geflügelpestvirus nachgewiesen worden. Die Prüfung habe das Nationale Referenzlabor des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit auf der Insel Riems vollzogen.

Stralsund - Wo die Tiere erlegt wurden, blieb zunächst unklar.

Bei den infizierten Tieren handele es sich um rastende Pfeif- und Krickenten sowie auch eine Stockente. Dies sei für Geflügelhalter wichtig, da sich Stockenten gern an Wasserflächen in Siedlungen und bei Geflügelhaltungen aufhalten. In Vorpommern-Rügen war Ende Oktober die Vogelgrippe schon bei einer Nonnengans festgestellt worden. In Mecklenburg-Vorpommern gab es bisher drei Geflügelpestfälle in zwei kleinen Haltungen bei Wismar und bei Vögeln im Tierpark Greifswald.

Das Landratsamt riet, die Schlachtung von Weihnachtsgeflügel vorzuziehen. Eine Aufstallpflicht bestehe im Kreis noch nicht, sei aber in Kürze in besonders gefährdeten Regionen möglich. Die Geflügelpest ist eine für Menschen ungefährliche Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln auftritt. Die Seuche tritt meist im Winterhalbjahr auf und steht fast immer Zusammenhang mit dem Vogelzug. dpa

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