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Land will Investitionen in Kinos bezuschussen

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Kinobesucher sitzen auf ihren Plätzen
Kinobesucher sitzen auf ihren Plätzen. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die unter monatelangen Zwangsschließungen leidenden Kinos in Mecklenburg-Vorpommern sollen vom Land kräftige Finanzhilfen für Investitionen erhalten. Förderfähige Anschaffungs- und Herstellungskosten könnten bei gewerblichen Kinos mit Zuschüssen von bis zu 80 Prozent bedacht werden, teilte die MV Filmförderung GmbH am Dienstag in Schwerin mit. Nichtgewerblichen Kinos kann demnach sogar eine Förderung von bis zu 90 Prozent gewährt werden.

Schwerin - Gefördert würden unter anderem die Erneuerung von Belüftungssystemen oder die Anschaffung moderner Projektions- und Tontechnik.

Als Ort der Kultur und Begegnung sei das Kino ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. „Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist es deshalb umso wichtiger, Kinobetreiberinnen und -betreiber zu unterstützen und ihnen zu ermöglichen ihren kulturellen Auftrag auch in Krisenzeiten zu erfüllen“, erklärte Olaf Jacobs als Geschäftsführer der MV Filmförderung. Die restriktive Corona-Politik der Landesregierung, die den Kinos im Nordosten härtere Einschränkungen brachte als in anderen Bundesländern, war von der Branche scharf kritisiert worden.

In einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern stehe das Kino vor besonderen Herausforderungen, sagte Jacobs weiter. Deshalb sehe das Kinoinvestitionsprogramm auch gezielt die Unterstützung ehrenamtlicher Kino-Betreiber vor, die mit viel Engagement ein kulturelles Angebot in ländlichen Regionen schafften.

Anträge können laut Jacobs von sofort an gestellt werden. Die Höhe der Fördersumme hängt von der Größe des Kinos ab und ist auf maximal 60.000 Euro für Kinos mit einem Saal und 100.000 Euro für größere Häuser begrenzt. Wie viel Geld im Rahmen des Investitionsprogramms „Film Ab!“ zur Verfügung stehen wird, sei erst klar, wenn der Haushalt des Landes beschlossen sei, sagte eine Sprecherin. Derzeit laufen die Gespräche zur Aufstellung des Doppeletats für 2022/2023. dpa

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