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Lehrkräfte wollen Ukraine-Krieg altersgerecht behandeln

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Krieg als Thema
Eine Lehrerin begrüßt die Schülerinnen und Schüler einer 3. Klasse der Grundschule Lankow. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern versuchen das Thema des Krieges in der Ukraine offensiv anzusprechen. Aus Sicht der Lehrkräfte und des Ministeriums muss dabei jedoch auf Jüngere besondere Rücksicht genommen werden.

Schwerin - Der Krieg in der Ukraine ist Thema in den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns. „Es gibt Kinder und Jugendliche, die über ihre Herkunft direkt betroffen sind, andere entwickeln Ängste vor einem Krieg, der auch sie persönlich trifft, viele haben einfach Fragen“, sagte hierzu die Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Annett Lindner, in Schwerin. Die Lehrkräfte versuchen demnach, die politischen Entwicklungen altersgerecht aufzugreifen.

Aus Sicht des Bildungsministeriums kommt es dabei darauf an, aufmerksam mit der Situation umzugehen. Einerseits dürfe man vor allem jüngeren Schülerinnen und Schülern das Thema nicht aufdrängen, anderseits soll es auch außerhalb von Fächern wie Politische Bildung und Sozialkunde ausreichend Raum bekommen.

Die Lehrkräfte verlassen sich sowohl auf die Informationen der Landeszentrale für Politische Bildung als auch Handreichungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. „Über das Bildungsministerium gibt es zusätzliche Hilfen auch vom schulpsychologischen Dienst. Das ist notwendig und wir begrüßen, dass die Bildungsministerin hier schon in der vergangenen Woche gehandelt hat“, so die GEW-Landesvorsitzende Lindner.

Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) hatte sich bereits am Donnerstag, dem Tag des Einmarschs der russischen Truppen in die Ukraine, an die Schulen gewandt und Hilfe angeboten: „Ich versichere diesen Kolleginnen und Kollegen sowie betroffenen Schülerinnen und Schülern, dass sie mit ihren Ängsten und Sorgen nicht alleine gelassen werden“. dpa

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