Linke-Chefin Hennig-Wellsow tritt zurück
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Susanne Hennig-Wellsow, bisher Co-Bundesvorsitzende der Linken, spricht beim Landesparteitag.

Parteiführung

Linken-Spitze bedauert Rücktritt von Hennig-Wellsow

Die Parteiführung der Linken in Mecklenburg-Vorpommern hat den Rücktritt der Co-Bundesvorsitzenden der Partei, Susanne Hennig-Wellsow, bedauert. „Die von ihr angeführten persönlichen Gründe machen für uns erneut deutlich, dass wir die Strukturen in unserer Partei gründlich auf den Prüfstand stellen und den Prozess der Erneuerung konsequent vorantreiben müssen“, erklärten die beiden Landesvorsitzenden Vanessa Müller und Peter Ritter.

Schwerin - Für alle Personen, die Care-Arbeit leisteten, sei die Übernahme politischer Ämter schwer realisierbar. „Dies zu ändern, muss unser aller Aufgabe sein.“ Hennig-Wellsow hat einen achtjährigen Sohn und erklärte, ihre private Lebenssituation erlaube es ihr nicht, „mit der Kraft und der Zeit für meine Partei da zu sein, wie es in der gegenwärtigen Lage nötig ist“.

Die beiden MV-Landesvorsitzenden gingen nicht auf die anderen Gründe ein, die Hennig-Wellsow für ihren Rücktritt von der Parteispitze am Mittwoch angeführt hatte. So hatte sie gesagt: „Wir haben zu wenig von dem geliefert, was wir versprochen haben.“ Ein wirklicher Neuanfang sei ausgeblieben. „Eine Entschuldigung ist fällig, eine Entschuldigung bei unseren Wählerinnen und Wählern, deren Hoffnungen und Erwartungen wir enttäuscht haben.“ Erneuerung sei nun dringend geboten. dpa

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