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Ökostrom-Verband fordert Bekenntnis zu Erneuerbaren

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Manuela Schwesig
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Der Landesverband für Erneuerbare Energien (LEE) fordert nach der Eskalation im Ukraine-Konflikt durch Russland von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) auch eine Abkehr von Gas als Energiequelle und mehr Engagement für die Ökostrom-Produktion. „Wenn Frau Schwesig jetzt einen überfälligen Politikwechsel in Bezug auf Putins Russland ehrlich vollziehen will, dann ist dieser Wechsel nur glaubwürdig, wenn dem auch ein Politikwechsel hin zu klaren Ausbauzielen bei den Erneuerbaren folgt.“

Schwerin - Diese Auffassung äußerte der Verbandsvorsitzende Johann-Georg Jaeger in einer am Montag verbreiteten Mitteilung.

Jaeger hatte mehrmals kritisiert, dass sich die von Schwesig gebildete rot-rote Regierung in ihrem Koalitionsvertrag nicht zu dem Ziel bekannt habe, zwei Prozent der Landesfläche für Wind- und Solarparks zu nutzen. Das aber sei nötig, um den erneuerbaren Energien neuen Schwung zu verleihen und die Abhängigkeit von Erdgas, Erdöl und auch Steinkohle zu verringern. Die Bundesregierung habe dafür klare Ziele formuliert, sei aber auf die Unterstützung der Bundesländer angewiesen. „Und genau an diesem Punkt benötigen wir endlich die Unterstützung der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig“, betonte Jaeger.

Da inzwischen auch alte Windturbinen abgebaut würden, habe es „unterm Strich“ im Jahr 2021 im Nordosten gerade einen Zuwachs von zwei Windkraftanlagen gegeben. „Bei diesem Ausbautempo ist weder das Pariser Klimaschutzabkommen noch eine gesicherte Wärme- und Stromversorgung in Deutschland zu sichern“, mahnte Jaeger.

Der Bundesverband für Erneuerbare Energie begrüßte am Montag das von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) angekündigte und in den Eckpunkten bekannte Gesetzespaket zur Beschleunigung der Energiewende. „Es ist gut, dass die heimischen Potenziale von Windenergie und Photovoltaik erkannt wurden und deren Ausbau verdoppelt bis verdreifacht werden soll“, erklärte Verbandspräsidentin Simone Peter. Auch die Verbesserung für die Beteiligung von Bürgern an Ökostrom-Projekten sei ein wichtiger Schritt. dpa

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