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Rentner stirbt nach Auseinandersetzung mit Sohn: Prozess

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Justitia
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Weil er seinen Vater so schwer verletzt haben soll, dass dieser später starb, muss sich vom 17. Februar an ein 55-jähriger Mann vor dem Landgericht Rostock verantworten. Wie das Gericht am Montag mitteilte, soll er den 88-jährigen Vater Ende Dezember 2020 so heftig zu Boden gestoßen zu haben, dass bei diesem zwei Halswirbel brachen, mit der Folge einer Lähmung von Armen und Beinen.

Bützow/Rostock - Noch als der Vater am Boden lag, habe der unter starkem Alkoholeinfluss stehende Sohn ihn weiter misshandelt. Dabei wurden Augen und Ohren verletzt. Der Vater starb zwei Wochen später im Krankenhaus.

Der 55-jährige Deutsche hat nach Gerichtsangaben bislang keine Angaben zur Tat gemacht. Er befindet sich seit September 2021 in Untersuchungshaft, nachdem das Landgericht den Haftbefehl erlassen hatte.

Angeklagt ist der Mann wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge, was eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren zur Folge haben könnte. Das Landgericht Rostock wies jedoch darauf hin, dass sich der Angeklagte auch des versuchten Mordes durch Unterlassen in Tateinheit mit Körperverletzung mit Todesfolge schuldig gemacht haben könnte, was mit einer lebenslangen Haft bestraft werden könnte. Es sind zunächst vier Verhandlungstage festgelegt worden. dpa

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