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Schnapszahl-Termine im Februar bei Heiratswilligen gefragt

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Illustration - Schnapszahl-Hochzeit
Ein sogenanntes Liebesschloss mit der Aufschrift "Anna & Kai 2.2.22" hängt an einer Brücke. © Rolf Vennenbernd/dpa/Illustration

Der Februar wartet für Heiratswillige mit Schnapszahl-Terminen auf. Welche kommen überhaupt in Frage? Und welche sind gefragt?

Schwerin - Ob 2. oder 22. Februar 2022 - der kommende Monat bietet Heiratswilligen zwei Schnapszahldaten. Besonders der letzte Dienstag im Februar (der 22.) ist bei Heiratswilligen im Nordosten gefragt. „Besondere Zahlenkombinationen strahlen immer wieder eine magische Anziehungskraft aus“, weiß Peter Koslik, Sprecher der Stadt Stralsund. Mindestens 13 Trauungen seien zuletzt für den 22. angesetzt gewesen. Kurzentschlossene könnten sich noch melden. Der absolute Rekord liege bei 20 Trauungen pro Tag. Er stammt laut Koslik vom 18. August 2018 und damit allerdings auch aus einem Sommermonat.

Im Standesamt Rostock finden an diesem Tag normalerweise keine Trauungen statt. Die vier dennoch eingerichteten Termine seien bereits reserviert oder verbindlich vergeben, ebenso die sieben Termine am 2. Februar. Mit 12 Trauungen sind auch die Termine in der Landeshauptstadt Schwerin für den 22. ausgebucht. In Neubrandenburg - der drittgrößten Stadt im Nordosten - wollen sich am 2. und 22. Februar jeweils sechs Paare das Ja-Wort geben. Das sei für einen Dienstag und einen Mittwoch ungewöhnlich viel und auf das Datum zurückzuführen, hieß es.

Auch in Wismar zähle dieser Tag mit zuletzt fünf Reservierungen bisher zu den gefragtesten Terminen dieses Jahres. „Tatsächlich sind die 22. als Datum sehr beliebt“, heißt es auch aus dem Ostseebad Heringsdorf auf der Insel Usedom. Dort standen zuletzt fünf Trauungen im Kalender. Das Amt Mönchgut-Granitz im Südosten Rügens kam auf sieben. Beim Standesamt Sassnitz ebenfalls auf Rügen seien die Schnapszahl-Termine hingegen weniger nachgefragt als erwartet. Zwei Voranmeldungen gebe es bislang für den 22.

Der 2. Februar ist den Angaben zufolge insgesamt weniger nachgefragt als der 22. „Wahrscheinlich zu kalt“, mutmaßt Standesbeamtin Marion Wanke vom Südosten Rügens. Der 20. Februar hat zwar auch Schnapszahl-Charakter - am Sonntag dürfen Standesbeamte und -beamtinnen allerdings nicht arbeiten.

Im dritten Corona-Jahr sind viele Standesämter nach eigenen Angaben gut gebucht. In Rostock seien die Außenstellen nahezu komplett ausgebucht und das Standesamt selbst etwa zu 70 Prozent. In Sassnitz auf Rügen hingegen machten Urlauber zwei Drittel der Eheschließungen aus. Die würden sich wegen der Unsicherheit mit Blick auf Reise- und Beherbergungsregeln eher kurzfristig melden, so dass auch im Sommer noch Termine frei seien. Traditionell sind die Sommermonate vielerorts besonders gefragt. Zudem hofften einige Paare dann auf Lockerungen von Corona-Maßnahmen, hieß es von mehreren Standesämtern. Einige Standesämter berichten zudem von einem Trend hin zu kleineren, intimeren Trauungen. dpa

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