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Schnupfen in Kitas: Unterschiedliche Reaktionen

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Kita
Eine Praktikantin liest in einer Kita Kindern vor.. © Sebastian Gollnow/dpa/Illustration

Die Neuregelung zur Betreuung von erkälteten Kindern in Kitas hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Das Sozialministerium hatte am Montag mitgeteilt, dass Kinder von Dienstag an mit einer „Schnupfennase“ ohne ärztliche Abklärung in die Kita kommen dürfen. In der Hansestadt Rostock wurde die Regelung in der Expertenrunde diskutiert und für sinnvoll befunden, wie Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) am Dienstag sagte.

Rostock - Beim Kita-Betreiber Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) stieß die Regelung dagegen auf Skepsis. Im Grundsatz sei zwar jeder Schritt hin zur Normalität ein guter Schritt, sagte ASB-Landesgeschäftsführer Mathias Wähner. Nun müssten aber Eltern die Entscheidung treffen, ob ihr Kind eine leichte oder schwere Erkältung hat. Dies könne zu Konflikten zwischen Eltern und Kita führen. Mit Blick auf die Urlaubsrückkehrer aus den Herbstferien und dem kommenden Erkältungswetter hätte es Wähner besser gefunden, wenn die alte Regelung noch drei oder vier Wochen länger in Kraft geblieben wäre.

Die pädagogische Leiterin der Kitas der Deutschen Roten Kreuzes, Karin Nehmer, vertrat die Hoffnung, dass Eltern verantwortungsbewusst mit der Regelung umgehen werden und Rücksicht auf die anderen Eltern nehmen. „Schnupfen gehört in der Erkältungszeit dazu.“ Solange es beim Schnupfen bleibt, könne sie die Regelung auch vertreten.

Bislang mussten die Kinder in Regionen mit der Corona-Risikostufe „gelb“ vom Kinderarzt oder im Abstrichzentrum getestet werden. Eine medizinische Abklärung der leichten Erkältungssymptome ist nun laut Sozialministerium nicht mehr erforderlich. Empfohlen werde aber ein Selbsttest zu Hause. dpa

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