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Staatliches Museum in Schwerin vor umfassendem Umbau

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Staatliches Museum Schwerin
Auf einem Schild vor dem Staatlichen Museum steht „Das Museum ist sanierungsbedingt geschlossen“. © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Den ersten Kraftakt für eine Modernisierung hat das Staatliche Museum in Schwerin bewältigt. Das historische Gebäude gegenüber dem Schloss ist leer geräumt. Die Handwerker können kommen.

Schwerin - Das Staatliche Museum in Schwerin ist leer geräumt und damit bereit für den großen Umbau. „Das letzte Bild ist abgehängt und gut verstaut. Jetzt können die Arbeiten beginnen“, sagte die Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen, Pirko Zinnow, am Donnerstag in Schwerin. Insgesamt etwa 2500 Gemälde seien seit Oktober aus Ausstellungsräumen und Depots geräumt, 500 Skulpturen weggeschafft und 6000 kunsthandwerkliche Objekte umgelagert worden.

„Alles gut und sicher verstaut“, sagte die Museumschefin. Einige besondere Stücke würden als Leihgaben in anderen Museen gezeigt. „Eines unserer Prunkstücke, das Tierporträt der Nashorndame „Clara“ von Jean-Baptiste Oudry, wird ab September im Rijksmuseum in Amsterdam zu sehen sein. Auch nach Stuttgart und London gehen Leihgaben. Alles Botschafter, die Interesse für unser Museum in Schwerin wecken werden“, sagte Zinnow.

In den kommenden beiden Jahren soll das altehrwürdige Galeriegebäude mit der klassizistischen Fassade einer Verjüngungskur im Innern unterzogen werden. „Wir wollen uns moderner aufstellen und auch besucherfreundlicher werden“, gab Zinnow als Ziel aus. Die Alten Meister samt der über die Landesgrenzen hinaus beachteten Niederländer-Sammlung würden nach der Renovierung der Säle neu arrangiert, die Kabinette dort künftig auch für Wechselausstellungen genutzt. Spürbare Veränderungen werde es auch im Erdgeschoss bei der modernen und zeitgenössischen Kunst sowie im Museumsshop und in der Cafeteria geben.

Möglich wurden die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen laut Zinnow durch eine Zuwendung der Dorit & Alexander Otto Stiftung, die für Planungs- und Bauleistungen 5 Millionen Euro bereitstelle. Das Land steuere weitere 1,25 Millionen Euro bei. Die Wiedereröffnung des Hauses, das im Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie rund 40.000 Besucher zählte, dann hart von den Zwangsschließungen getroffen wurde, ist für 2024 geplant. Bis dahin präsentiere sich das Museum seinen Besuchern mit virtuellen Rundgängen durch die früheren Ausstellungen, sagte Zinnow. Von Juli an würden zudem besondere Glanzstücke des Museums im benachbarten Schlossmuseum gezeigt, das zum Verbund der Staatlichen Museen gehört, und von der Schließung nicht betroffen ist. dpa

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