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Stralsund kauft Werft: Bürgerschaft stimmt zu

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MV Werften
Alexander Badrow (CDU), OB von Stralsund, und Christoph Morgen (r), Insolvenzverwalter der Werften. © Stefan Sauer/dpa

Die Stralsunder Bürgerschaft hat am Montag dem Kauf der Werft am Strelasund zugestimmt. Die Entscheidung fiel nach Angaben der Stadt mit großer Mehrheit. Der Kauf umfasst ein Volumen von rund 16,5 Millionen Euro - 12,5 Millionen Euro für die Grundstücke und 4 Millionen Euro für die darauf stehenden Hallen, Gebäude und Anlagen.

Stralsund - Laut Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) sollen sich auf dem 34 Hektar großen Gelände mehrere Firmen aus dem maritimen Bereich ansiedeln. Der bisherige Eigner, die MV-Werften-Gruppe, hatte am 10. Januar Insolvenz angemeldet. „Heute ist ein historischer Tag“, sagte Badrow nach dem Beschluss.

Die Stadt wolle umgehend mit der Verpachtung an interessierte Unternehmen beginnen. Erste Interessenten hätten sich schon gemeldet. „Wir wollen einen maritimen Industrie- und Gewerbepark entwickeln – mit möglichst vielen Arbeitsplätzen“, erläuterte der OB. Die Abhängigkeit von einem einzelnen Unternehmen solle verhindert, der Standort breit aufgestellt sowie das Risiko mithilfe mehrerer Pächter gestreut werden.

Zum Gelände gehören den Angaben zufolge 32 000 Quadratmeter Büroflächen, 24 000 Quadratmeter ausgestattete Werkstätten und 97 000 Quadratmeter Hallen. Zur Ausstattung gehören demnach unter anderem auch ein Schiffslift, Krananlagen und Schwerlasttransporttechnik.

Bereits im März 2021 hatte Badrow angekündigt, den MV Werften Flächen abkaufen zu wollen. Nachdem der bisherige Eigentümer im Januar Insolvenz angemeldet hatte, bekräftigte die Stadt ihr Angebot zum Erwerb der Stralsunder Grundstücke. dpa

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