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Verband: Besucherzahlen in Museen weit unter Normal

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Luftfahrttechnisches Museum Rechlin
Blick in das Luftfahrttechnische Museum Rechlin. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Viele Museen sind wegen der Corona-Pandemie geschlossen, weil sie in „Rot plus“-Regionen liegen. Im Rest des Landes müssen die Menschen 2G plus beachten. Auch dort sind die Häuser weitgehend leer. Die Wünsche des Museumsverbandes für 2022 sind bescheiden.

Schwerin - Die Museen in Mecklenburg-Vorpommern haben das zweite Jahr in Folge aufgrund der Corona-Pandemie deutlich weniger Besucher gehabt. Es seien 50 bis 60 Prozent weniger Gäste in den Häusern gewesen als in normalen Jahren, sagte der Vorsitzende des Landesmuseumsverbandes, Steffen Stuth, der Deutschen Presse-Agentur.

Bis Ende Mai waren die Häuser landesweit wegen Corona fast durchgängig zu, und Anfang Dezember mussten die ersten erneut schließen, weil ihr Landkreis in der Corona-Kategorie „Rot plus“ angekommen war. Neben Kinos und Diskotheken müssen dann Museen zumachen, während Fitness-Studios offen bleiben dürfen - was für Kopfschütteln in der Branche sorgt. Das Bedürfnis nach Museen sei groß, sagte Stuth. Kaum dass im Sommer die Häuser wieder öffnen durften, seien die Gäste zurückgekehrt.

Die Zwangsschließungen haben die Häuser nach seinen Worten unterschiedlich gut verkraftet. Museen in Trägerschaft des Landes oder von Kommunen hatten demnach keine größeren Probleme; die Mitarbeiter wurden weiter von der öffentlichen Hand bezahlt, ebenso die laufenden Kosten.

Anders die kleinen, von Vereinen geführten Museen: „Da haben die Hilfen nur durchwachsen geklappt“, berichtete Stuth. Viele seien gar nicht in der Lage gewesen, Unterstützung zu beantragen. Wenn ein Museum ehrenamtlich geführt werde, gebe es keine Personalkosten, die ersetzt werden könnten. „Da fehlen dann einfach die Einnahmen.“ Ein Beispiel dafür sei das Luftfahrtmuseum in Rechlin bei Röbel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). Auch das Kunstmuseum Ahrenshoop sei in Schwierigkeiten geraten.

Stuths Wunsch für 2022: Stabilität und dass Museen von der Politik als Einrichtungen anerkannt werden, die gerade in schwierigen Zeiten wichtig sind, statt sie als bloße Freizeiteinrichtungen zu behandeln. „Museen sind Lebensmittel“, sagte er. dpa

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