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Verband für Pflegeberufe wirbt für Corona-Schutzimpfungen

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Ein medizinischer Mitarbeiter impft eine Frau gegen Corona
Ein medizinischer Mitarbeiter impft eine Frau gegen Corona. © Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

Der Regionalverband Nordost für Pflegeberufe hat die jüngsten Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen und Krankenhäusern zum Anlass genommen, eindringlich für Schutzimpfungen zu werben. Widersprüchliche Meldungen und Aussagen mancher Ärzte hätten auch Pflegekräfte verunsichert. „Die Datenlage ist aber eindeutig: Die zugelassenen Impfstoffe gegen Covid-19 sind sicher.

Schwerin/Berlin - Das lässt sich nach Millionen verabreichter Impfdosen mit Gewissheit sagen. Langfristige Nebenwirkungen gibt es bei Impfstoffen nicht: Sie verschwinden aus dem Körper“, betonte Vorstandsmitglied Anja Katharina Peters in einer am Dienstag verbreiteten Mitteilung des Verbandes.

Darin verweisen die Initiatoren auf folgenschwere Corona-Ausbrüche in mehreren Pflegeheimen und Krankenhäusern in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Dort seien zahlreiche hochbetagte und schwer kranke Menschen, die aufgrund von Alter und Vorerkrankungen keine ausreichende Immunantwort hätten entwickeln können, trotz Impfung erkrankt und vielfach vorzeitig gestorben. Der Verband forderte die Arbeitgeber auf, weiterhin niedrigschwellige Impfangebote für das Personal vorzuhalten. Sich impfen zu lassen, diene dem Eigenschutz und sei ein Akt der Solidarität.

Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hatte als Reaktion auf Corona-Ausbrüche in Pflegeeinrichtungen des Landes einen Impfzwang für dort Beschäftigte ins Spiel gebracht. Es sei ihr Ziel, eine Impfpflicht für Pflegepersonal rechtssicher hinzubekommen, sagte sie dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Damit sollten die Menschen geschützt werden, die besonders anfällig für eine Corona-Infektion sind, wie etwa Bewohner von Seniorenheimen. In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Sozialministeriums etwa 75 Prozent der Pflegekräfte geimpft. Allerdings schwanken die Impfquoten von Heim zu Heim teilweise beträchtlich. Die Impfquote für Heimbewohner wurde mit über 90 Prozent angegeben. dpa

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