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Eine Frau hält Geldscheine und Münzen in der Hand.

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Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern kleiner

Der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern ist in Mecklenburg-Vorpommern deutlich geringer als bundesweit. Laut Statistischem Landesamt verdienten Frauen im Nordosten im vergangenen Jahr im Schnitt fünf Prozent weniger als Männer. Ein Jahr zuvor betrug der Unterschied noch sechs Prozent, wie das Amt am Montag mitteilte. Bundesweit seien es zuletzt 18 Prozent gewesen.

Schwerin - Am Montag wurde in Deutschland der „Equal Pay Day“ begangen - der Tag, bis zu dem Frauen aufgrund ihres geringeren Verdienstes rechnerisch umsonst arbeiten.

Im Schnitt verdienten Frauen in MV in vergangenen Jahr 17,11 Euro pro Stunde brutto und Männer 17,92 Euro, so das Statistik-Amt. Bundesweit verdienten Frauen im Jahr 2020 laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich 18,62 Euro brutto in der Stunde, Männer 22,78 Euro.

Die größere Schere bei den Verdiensten zwischen Männern und Frauen bundesweit führt das Amt auf die „traditionell“ größeren Verdienstunterschiede in den westlichen Bundesländern zurück. Seit 2016 schrumpfe die Lücke leicht. Deshalb werde der „Equal Pay Day“ immer früher begangen, in diesem Jahr erstmals vor der Internationalen Frauentag am 8. März.

In Mecklenburg-Vorpommern waren den Statistikern zufolge im vergangenen Jahr (Stichtag 30. Juni 2021) rund 291.000 Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Davon hatten 71 Prozent einen anerkannten Berufsabschluss. Gut jede zweite Frau arbeitete demnach in Vollzeit, 48 Prozent in Teilzeit. „Dagegen war Teilzeit bei den männlichen Beschäftigten weiter kaum üblich“, hieß es. 2021 habe der Anteil bei knapp 14 Prozent gelegen. dpa

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