1. Startseite
  2. Deutschland
  3. Mecklenburg-Vorpommern

Wegen Corona: Jugendherbergen nehmen Geflüchtete auf

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Flüchtlingsunterkunft Fallingbostel
Eine Frau mit Kind geht in einer Flüchtlingsunterkunft im Camp Bad Fallingbostel über einen Platz. © picture alliance/dpa/Archivbild

Derzeit gibt es rund 4700 Unterbringungsplätze für Geflüchtete in Niedersachsen. In Jugendherbergen kommen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weitere Plätze hinzu. Das soll zunächst für wenige Monate der Fall sein. Über einen längeren Zeitraum ist dies andernorts vorgesehen.

Emden/Braunschweig - Mehrere Jugendherbergen in Niedersachsen nehmen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie Geflüchtete auf. Damit sollen die bestehenden Kapazitäten entzerrt und Infektionen mit dem Coronavirus vermieden werden, wie eine Sprecherin der Landesaufnahmebehörde auf Anfrage mitteilte. Dies sei nicht mit einem Ausbau der Kapazitäten gleichzusetzen. In dieser Woche sollen demnach in einer Jugendherberge in Emden Geflüchtete untergebracht werden.

Die Belegung der Jugendherbergen in Bad Zwischenahn (Landkreis Ammerland) sowie Aurich haben den Angaben zufolge bereits begonnen. An den drei Standorten können demnach maximal 375 Menschen untergebracht werden - dies sei zunächst bis Ende Februar befristet. Eine komplette Auslastung werde es wegen der Pandemie aber nicht geben. Insbesondere Familien und vulnerable Menschen sollen dort Aufnahme finden.

Im bereits bestehenden Ankunftszentrum in Bad Fallingbostel im Heidekreis sollen im Januar laut Landesaufnahmebehörde zusätzliche 500 Plätze entstehen. Auch diese sollen der Entzerrung und Vermeidung von Corona-Infektionen dienen - diese Plätze sind dann für ein halbes Jahres befristet.

Die Zahl der Asylanträge in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr erheblich gestiegen. Bis Ende November registrierten die Behörden laut Innenministerium 15 800 Anträge von Geflüchteten. Das waren rund 56 Prozent mehr als im selben Zeitraum im ersten Corona-Jahr 2020 (rund 10 100 Anträge) und 18 Prozent mehr als 2019 (13 376). dpa

Auch interessant

Kommentare