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Weniger Datenklau an Geldautomaten: Kein Fall in MV

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Geldautomat
Der Schriftzug "Geldautomat" auf einem Geldautomaten. © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Kriminelle können mit Daten von Bankkunden, die sie an Geldautomaten in Deutschland ausspähen, immer weniger anfangen. Moderne Technik bremst „Skimming“ aus. Das verdeutlichen auch die Fallzahlen in Mecklenburg.

Frankfurt/Schwerin - Der Datenklau an Geldautomaten in Deutschland wird immer mehr zum Auslaufmodell - das zeigt sich auch in Mecklenburg-Vorpommern. Im laufenden Jahr gab es bis Ende November keinen einzigen Fall im Land, im gesamten Jahr 2020 war es ebenso. Bundesweit ist sowohl die Zahl der Manipulationen an Automaten als auch der Schaden durch solche „Skimming“-Angriffe im laufenden Jahr weiter gesunken, wie die Frankfurter Einrichtung Euro Kartensysteme auf Anfrage mitteilte.

Von Januar bis einschließlich November 2021 manipulierten Kriminelle demnach bundesweit 116 Mal Geldautomaten, um Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden auszuspähen. Im Vorjahreszeitraum waren 134 Fälle gezählt worden, im Gesamtjahr 2020 waren es 152. Dabei können einzelne Automaten mehrfach angegriffen worden sein.

Der Bruttoschaden durch „Skimming“ sank auf gerade noch 330.000 Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch etwas mehr als eine Million Euro, im Gesamtjahr 2020 dann rund 1,06 Millionen Euro. Dank Investitionen in mehr Sicherheit sinkt die Schadenssumme seit Jahren. Die mit Abstand meisten Fälle wurden im laufenden Jahr in Bayern gezählt (55).

Verbraucher in Deutschland, die Opfer von Skimming geworden sind, müssen normalerweise keinen finanziellen Nachteil fürchten. In der Regel ersetzen Geldinstitute solche Schäden - vorausgesetzt, die Kunden sind sorgfältig mit Bankkarte und PIN umgegangen. dpa

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