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Fall der toten Ayleen (14): Ermittler präsentieren neue Erkenntnisse – „kannten sich über das Netz“

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Von: Jennifer Lanzinger

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Der Teufelsee im hessischen Wetteraukreis. Die vermisste 14-Jährige aus Gottenheim ist tot im hessischen Wetteraukreis aufgefunden worden.
Der Teufelsee im hessischen Wetteraukreis. Die vermisste 14-Jährige aus Gottenheim ist tot im hessischen Wetteraukreis aufgefunden worden. © Carolin Eckenfels/dpa

Ein 14-jähriges Mädchen aus Baden-Württemberg galt zunächst als vermisst, dann machten Einsatzkräfte eine schlimme Entdeckung. Ermittler stellen erste Ergebnisse vor.

Update vom 1. August, 15.18 Uhr: Drei Tage nach dem Auffinden der Leiche im Teufelsee (Hessen) stellen Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag ihre ersten Ermittlungsergebnisse im Fall der toten Ayleen (14) vor. Vieles von dem schrecklichen Geschehen ist noch unklar, doch es gibt einen Tatverdächtigen. Das wichtigste der Pressekonferenz haben wir hier zusammengefasst:

Ayleen war eher ein zurückhaltendes, schüchternes Mädchen. Die 14-Jährige hat sich um ihren Bruder gekümmert, so Einsatzleiter Arno Englen. Sie war in sozialen Netzwerken unterwegs. Auch im Online-Gaming. Über Fortnite habe die 14-Jährige laut Polizei über Wochen Kontakt zu dem Tatverdächtigen gehabt. Chatprotokolle müssen noch ausgewertet werden.

Der Tatverdächtige sitzt in U-Haft. Es handelt sich um einen 29-jährigen Deutschen. Er soll das Mädchen schon vor einer Woche getötet und die Leiche in im Teufelssee in Hessen versenkt haben. In seiner Wohnung in der Nähe von Wetzlar wurden Beweismittel sichergestellt, die von Ayleen stammen.

„Der Tatvorwurf lautet, Entziehung Minderjähriger, sexuelle Nötigung sowie Mord mit Verdeckungsabsicht“, so Franziska Scheuble, ermittelnde Oberstaatsanwältin in Freiburg. Der Tatverdächtige bestreitet die Tat und mache von seinem Schweigerecht Gebrauch.

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft ist der Tatverdächtige polizeibekannt. Der Tatverdächtige habe im Alter von 14 Jahren ein elfjähriges Mädchen von hinten angegriffen. Im Jahr 2007 wurde er verurteilt und zehn Jahre in der Psychiatrie untergebracht. 2017 wurde der Tatverdächtige aus dem Maßregelvollzug entlassen und für fünf Jahre unter Führungsaufsicht gestellt.

Ayleen ist nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei am Donnerstagabend (21. Juli) von dem mutmaßlichen Täter im Auto nach Hessen gebracht worden. Ob das Mädchen aus freien Stücken in den Wagen eingestiegen sei, sei nach Angaben der Ermittler zunächst noch unklar.

In der Nacht zum 22. Juli sollen sich Ayleen und der Tatverdächtige länger an dem See aufgehalten haben. Am 29. Juli wurde Ayleen tot aufgefunden. Handydaten würden darauf hinweisen, dass in der Nacht vom 21. bis 22. Juli „etwas passiert ist“, so Oberstaatsanwalt Thomas Hauburger.

Fall der toten Ayleen (14): Ermittler präsentieren neue Erkenntnisse – „kannten sich über das Netz“

Update vom 1. August, 14.33 Uhr: „Ayleen und der Täter kannten sich über das Netz“, sagt Einsatzleiter Arno Englen vor Journalisten in Freiburg. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Kontakt über mehrere Wochen bestand – auch über das Online-Game Fortnite. Die 14-Jährige sei in sozialen Netzwerken unterwegs gewesen. Es müssten Unmengen an digitale Spuren und Chats ausgewertet werden. „Eine direkte Ortung des Handys war leider nicht möglich.“

Update vom 1. August, 14.21 Uhr: „Die Leiche trieb am Uferrand und war schwierig zu bergen“, so
Oberstaatsanwalt Thomas Hauburger. Es handelt sich um einen See in einem Naturschutzgebiet mit einem abfallendem Ufer. „In der Nacht vom 30. Juli hatten wir die traurige Gewissheit“, so Hauburger. Zahnstatus und DNA-Abgleich habe ergeben, dass es sich um die vermisste 14-jährige Ayleen handle.

Update vom 1. August, 13.59 Uhr: Nach dem Tod einer 14-Jährigen aus Gottenheim (Baden-Württemberg) findet eine Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft und Polizei Freiburg statt. „Unsere Anteilnahme gilt den Angehörigen und der Familie“, sagte der Freiburger Polizeipräsident Franz Semling. Alle hätten versucht, Ayleen lebend zu finden.

Ayleen sei noch am Donnerstagabend von einer männlichen Person mit einem Auto von Gottenheim nach Hessen gebracht worden. Nach den Spuren habe es am Teufelsee in der Nacht auf Freitag einen längeren Aufenthalt gegeben. Am 29. Juli wurde Ayleen dann tot gefunden. Die Todesursache konnte bisher nicht ermittelt werden. Die lange Liegedauer der Leiche des Sees mache dies schwierig.

Tatverdächtiger im Fall von Ayleen sitzt in U-Haft

72 Stunden nach dem Auffinden von Ayleen sei es zu einer Festnahme gekommen. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 29 Jahre alten Deutschen, der 10 Jahre lang wegen eines versuchten Sexualdelikts in der Psychiatrie untergebracht war.

Update vom 1. August, 09.14 Uhr: Ein seit über einer Woche vermisstes Mädchen aus der Nähe von Freiburg ist tot. Das ist traurige Gewissheit. Was ist geschehen? Dazu hielten sich die Ermittler zunächst bedeckt. An diesem Montag ab 14 Uhr wollen Polizei und Staatsanwaltschaft in Freiburg Antworten geben.

Die 14-Jährige aus Gottenheim im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald war seit dem 21. Juli vermisst worden. Ihre Leiche wurde am Freitag fast 300 Kilometer entfernt von ihrem Heimatort in einem See im hessischen Wetteraukreis gefunden. Medien-Berichten, wonach das Mädchen Opfer eines Gewaltverbrechens wurde, bestätigten die Ermittler zunächst nicht. Die Bild berichtet, dass der mutmaßliche Täter bereits in Haft sitzt. Er soll die Polizei selbst zu der Leiche im See gebracht haben. Offenbar soll es sich um einen vorbestraften Sexualstraftäter handeln. Laut dem Schwarzwälder Boten nahm er nach seiner Entlassung sogar an einem Programm, um das Rückfall-Risiko zu senken, teil.

In der Heimat der Schülerin und am weit entfernten Fundort in Hessen herrschen Trauer und Entsetzen. „Es ist das Schlimmste eingetreten, was überhaupt in solch einem Falle eintreten kann. Ganz Gottenheim steht unter Schock“, sagte Bürgermeister Christian Riesterer.

Nach Leichenfund in Hessen: Polizei bestätigt Tod von vermisster 14-Jährigen

Update vom 31. Juli, 12.33 Uhr: Die vermisste 14-Jährige ist tot. Die Polizei will keine Angaben über die Todesursache machen, verweist auf das laufende Ermittlungsverfahren und bittet um Verständnis. Das Mädchen aus Gottenheim (Baden-Würtemberg) galt seit dem 21. Juli als vermisst. Am Donnerstag wurde eine Leiche im Wetteraukreis (Hessen) gefunden. Dann, die schreckliche Nachricht nach gerichtsmedizinischen Untersuchungen. Bei der Toten handelt es sich um die 14-Jährige aus Gottenheim, teilt die Polizei am Samstag mit.

Wie die Badische Zeitung berichtet, soll das Mädchen einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein. Ihre Leiche war am Freitag im Teufelsee demach im hessischen Wetteraukreis entdeckt worden. Der Teufelsee See liegt in einem Naturschutzgebiet. Der See sei schwer zugänglich, die Ufer zugewachsen. Wo sich heute der See befindet, wurde früher Braunkohle abgebaut.

Leiche von vermisster 14-Jähriger 300 Kilometer von Elternhaus gefunden

Update vom 31. Juli, 7.37 Uhr: Nun ist es eine traurige Gewissheit. Die vermisste 14-Jährige aus Gottenheim ist tot. Neun Tage war das junge Mädchen aus Gottenheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) verschwunden. Sie war seit dem Abend des 21. Juli vermisst. Am Donnerstag fand die Polizei eine Leiche im Wetteraukreis in Hessen. 300 Kilometer vom Elternhaus des Mädchens entfernt. Doch die Ergebnisse der Obduktion ergaben, dass es sich um das Mädchen handelt.

Die Polizei hatte mit Hochdruck nach dem Mädchen gesucht. Die Jugendliche hatte am 21. Juli gegen 18 Uhr ihr Elternhaus in Gottenheim verlassen und wurde seitdem vermisst. Polizisten hatten auch mit Hunden und unterstützt von einem Polizeihubschrauber versucht, die Jugendliche zu finden. Mit dem Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung nimmt die Polizei die Öffentlichkeitsfahndung nach eigenen Angaben zurück. Zu der Todesursache und weiteren Details schweigt die Polizei. Für den Montag (1. August) ist jedoch eine Pressekonferenz geplant.

Nach Leichenfund in Hessen: Polizei bestätigt Tod von vermisster 14-Jährigen

Update vom 30. Juli, 20.50 Uhr: Die vermisste 14-Jährige aus Baden-Württemberg ist tot. Das bestätigte nun die Polizei in einem Statement. Demnach habe die gerichtsmedizinische Untersuchung ergeben, dass es sich bei der im Wetteraukreis in Hessen aufgefundenen toten Person um die vermisste 14-Jährige aus Gottenheim handelt. Weitere Details veröffentlichte die Polizei nicht, für Montag ist eine Pressekonferenz geplant.

Vermisstes Mädchen aus Gottenheim - Polizei prüft möglichen Zusammenhang mit Leichen-Fund

Ursprungsmeldung: Freiburg - Nach dem Fund einer weiblichen Leiche im hessischen Wetteraukreis prüft die Polizei einen möglichen Zusammenhang mit einem Vermisstenfall aus Baden-Württemberg. Ein 14-jähriges Mädchen aus Gottenheim wird bereits seit dem 21. Juli gesucht. Die Untersuchung der am Freitag gefundenen Leiche soll nun Klarheit bringen.

Wie ein Sprecher der Polizei am Samstag in Freiburg erklärt, soll eine gerichtsmedizinische Untersuchung des entdeckten Leichnams Klarheit über Identität und Todesursache bringen. Weitere Angaben wurden nicht gemacht.

Seit dem 21. Juli sucht die Polizei mit Hochdruck nach der Jugendlichen. Sie hatte gegen 18.00 Uhr ihr Elternhaus in Gottenheim verlassen und wird seitdem vermisst. Die Polizei hatte auch mit Hunden und unterstützt von einem Polizeihubschrauber versucht, das Mädchen zu finden. Es wurde eigens eine Ermittlergruppe zusammengestellt, die sich mit dem Fall beschäftigt.

Im Juli ereignete sich in Baden-Württemberg ein schreckliches Verbrechen. Eine junge Frau galt zunächst als vermisst, kurz darauf wird sie tot im Mitarbeiter-Parkhaus des Autoherstellers Mercedes-Benz entdeckt. Nun gibt es einen Tatverdächtigen.

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