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Amerika divers: Fotokunst aus den USA und Kanada

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Fotoaustellung „True Pictures?“ im Sprengel Museum Hannover
Fotografien der US-amerikanischen Fotografin Sherrie Levine hängen im Sprengel Museum. © Julian Stratenschulte/dpa

Unter dem Titel „True Pictures?“ zeigt das Sprengel Museum Hannover von Samstag an eine Ausstellung mit Fotokunst aus den USA und Kanada von 1980 bis heute. Insgesamt sind 339 Werke zu sehen, darunter Bilder von Stars wie Cindy Sherman, Nan Goldin und Jeff Wall. Die bis zum 13. Februar laufende Schau soll den Wandel vom dokumentarischen Stil zu einer autonomen künstlerischen Fotografie nachzeichnen.

Hannover - Die Besucherinnen und Besucher erleben, wie sich die Digitalisierung auf die Fotokunst auswirkt. Die jüngste Generation - etwa Künstlerinnen wie LaToya Ruby Frazier und Martine Gutierrez - interessieren Fragen von gesellschaftlicher Identität, Gender und Sexualität.

Die vergangenen 40 Jahre seien in der Fotokunst in Nordamerika sehr stark von Künstlerinnen geprägt worden, sagte Kurator Stefan Gronert am Donnerstag. Von Cindy Sherman (67) sind frühe Arbeiten zu sehen, in denen sie sich in fiktiven Filmszenen inszeniert. Daneben hängen zwei großformatige Selbstporträts - einmal elegante Dame im Stil Alter Meister, einmal eher jung und queer mit langen Strümpfen, Shorts und Bomberjacke. Das Plakat zur Schau stammt von Gutierrez, die sich wie Sherman in ihren Bildern oft selbst inszeniert - häufig im Zusammenspiel mit Schaufensterpuppen. Fließende Identitäten sind ein Hauptthema der 1989 geborenen Künstlerin.

Kooperationspartner ist das Kunstmuseum Wolfsburg, wo noch bis zum 10. April die Ausstellung „True Pictures? LaToya Ruby Frazier und Menschenbilder“ gezeigt wird. Im Museum für Photographie Braunschweig ist eine dritte Ausstellung des Projektes zu sehen. Kooperationspartner ist auch das Museum der Moderne Salzburg. dpa

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