1. Startseite
  2. Deutschland
  3. Niedersachsen

Erleichterung auf der Nordsee: „Mumbai Maersk“ wieder frei

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Containerschiff vor Wangerooge auf Grund gelaufen
Die "Mumbai Maersk" liegt umringt von Schleppern in der Nordsee. © Sina Schuldt/dpa

Große Freude auf der Nordsee. Mitten in Nacht klappt der zweite Versuch, die auf Grund gelaufene „Mumbai Maersk“ freizuschleppen. Auf einer Art Parkplatz auf dem Meer muss das Schiff nun warten, bis eine Hafeneinfahrt möglich wird.

Wangerooge - Mit starken Schleppern haben Bergungsteams auf der Nordsee im zweiten Versuch den auf Grund gelaufenen Containerfrachter „Mumbai Maersk“ freischleppen können. Das teilte das Havariekommando in Cuxhaven direkt nach der Bergungsaktion in der Nacht zum Freitag mit. Anschließend wurde das Schiff mit einer etwa dreistündigen Fahrt etwa zehn Seemeilen weiter zu einem Ankerplatz gebracht, wie ein Sprecher des Havariekommandos am Morgen berichtete.

Dort liege der Frachter auf Reede - einer Art Parkplatz auf See, erklärte der Sprecher. Dort würden Schiffe warten, die zu groß sind und zu viel Tiefgang haben, um sich direkt auf den Weg in den Zielhafen zu machen. Das 400 Meter lange Schiff saß seit Mittwochabend im flachen Wasser gut sechs Kilometer nördlich der ostfriesischen Insel Wangerooge fest.

Das aus Rotterdam kommende Schiff soll im Tagesverlauf seinen Weg nach Bremerhaven fortsetzen. Allerdings kann es erst mit dem nächsten Hochwasser am Freitagnachmittag in den Hafen einfahren. Das dürfte gegen 16 Uhr der Fall sein, hatte das Havariekommando in der Nacht mitgeteilt.

Bei allen Beteiligten herrsche große Erleichterung, dass das Freischleppen doch so schnell funktioniert habe, sagte der Sprecher des Havariekommandos am Morgen. Die Lage wäre vor weiteren Versuchen und möglicherweise schlechterem Wetter sicher nicht besser geworden, sagte er. Erste Kontrollen auf Risse am Schiff hätten zunächst keine Funde ergeben.

In der Nacht zuvor war der erste Versuch gescheitert, die „Mumbai Maersk“ freizuschleppen. Beim Hochwasser am Donnerstagmittag stand dann das Wasser nicht hoch genug, um es zu versuchen. Die Reederei orderte daraufhin zwei starke Hochseeschlepper an die Unfallstelle, um in der Nacht zu Freitag den weiteren und nun erfolgreichen Versuch zu starten. Sie wurden von sechs kleineren Assistenzschleppern unterstützt.

Warum die „Mumbai Maersk“ auf Grund lief, war noch unbekannt. Anfang 2019 hatte ein anderer Containerriese, die „MSC Zoe“, im Sturm vor den niederländischen und ostfriesischen Inseln 342 Container verloren. dpa

Auch interessant

Kommentare