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FDP dringt auf Import von Flüssigerdgas

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Landtag Niedersachsen
Stefan Birkner (FDP) spricht im niedersächsischen Landtag. © Julian Stratenschulte/dpa

Vor dem Hintergrund gestiegener Gaspreise dringt die FDP in Niedersachsens Landtag auf die Einfuhr von Flüssigerdgas (LNG). Die Versorgungssicherheit mit Gas sei derzeit nicht ausreichend gewährleistet, sagte FDP-Fraktionschef Stefan Birkner am Montag in Hannover. Die Landesregierung habe das Thema LNG jedoch vernachlässigt und sich fahrlässigerweise nur auf die Nutzung von Wasserstoff konzentriert.

Hannover - „Für einen Übergangszeitraum muss man auch eine LNG-Strategie haben und sich eigene LNG-Importstrukturen schaffen“, sagte Birkner. Dazu zählten insbesondere Terminals, die idealerweise für verschiedene Stoffe genutzt werden könnten.

Der Import von LNG könne die Steigerung des Gaspreises bremsen und sei auch industriepolitisch wichtig, betonte Birkner. Niedersachsen habe dafür etwa in Wilhelmshaven und Stade beste Voraussetzungen. Die Regierung aus SPD und CDU unternehme dafür aber zu wenig. „Es gibt großes Interesse auf der Investorenseite. Und dann treffen die auf die niedersächsische Wirklichkeit. Das ist ernüchternd“, sagte er. Am Donnerstag will die FDP die Regierung im Landtag zu LNG befragen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte zuletzt erklärt, Deutschland müsse seine Abhängigkeit von Gas verringern. Als Alternative nannte er unter anderem die Produktion von Wasserstoff. Für die Übergangszeit könne die Versorgungssicherheit aber auch durch den Bau eigener LNG-Terminals gesichert werden. dpa

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