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Grüne fordern Wiederaufnahme von Impfungen in Impfzentren

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Meta Janssen-Kucz (Bündnis90/ Die Grünen)
Meta Janssen-Kucz (Bündnis 90/Die Grünen) spricht im niedersächsischen Landtag. © Demy Becker/dpa/Archivbild

Angesichts deutlich gestiegener Corona-Infektionszahlen fordert die Grünen-Fraktion im niedersächsischen Landtag die Wiederaufnahme von Impfungen in einigen Impfzentren. „Niedersachsen sollte vorangehen und so schnell wie möglich zumindest teilweise die regionalen Impfzentren wieder öffnen“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, Meta Janssen-Kucz, in einer am Montag verbreiteten Mitteilung.

Hannover - Die Schließung aller Impfzentren habe sich als verfrüht erwiesen.

„Die Booster-Impfungen für Ältere und andere besonders gefährdete Gruppen müssen deutlich schneller vorankommen. Die Arztpraxen sind überlastet, auch weil sie parallel Grippe-Impfungen leisten müssen“, betonte die Oppositionspolitikerin.

Seit rund einem Monat sind die Impfzentren in Niedersachsen geschlossen. Für die Corona-Schutzimpfungen sind seitdem mobile Teams sowie niedergelassene Ärzte zuständig. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Niedersachsen am Montag bei 79,2 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Am vergangenen Montag lag dieser Wert noch bei 61,3.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Länder aufgefordert, ihre Impfzentren wieder zu öffnen. „Um möglichst vielen möglichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, sollten die Länder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Standby bereithalten, nun wieder startbereit machen“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Montag).

Die Landesregierung in Hannover hatte Ende August gesagt, dass die Ausstattung von acht Impfzentren für den Fall einer möglichen Reaktivierung eingelagert werden soll. Damals waren rund 50 Impfzentren landesweit in Betrieb. dpa

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