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Lage in den Krankenhäusern ist zunehmend angespannt

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Lage in Krankenhäusern zunehmend angespannt
Ein Intensivpfleger arbeitet auf der Intensivstation eines Krankenhauses an einer an Covid-19 erkrankten Patientin. © Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

Die Kliniken in Niedersachsen befürchten, dass planbare Operationen bald verschoben werden müssen. Grund ist die steigende Zahl an Covid-Erkrankten. Die Krankenhausgesellschaft fordert Ungeimpfte auf, zu handeln.

Hannover - Die Versorgung von schwer kranken Corona-Patienten und -Patientinnen stellt die Krankenhäuser in Niedersachsen vor Herausforderungen. Vor allem für die Covid-Intensivfälle sei ein hoher Personalaufwand nötig, teilte die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft am Mittwoch mit. „Verschärft wird die Lage aktuell dadurch, dass viele Kliniken ihre Intensivkapazitäten aufgrund eines Mangels an Pflegepersonal derzeit nicht vollumfänglich betreiben können“, hieß es. Gründe sind demnach Kündigungen, Arbeitszeitverkürzungen und interne Stellenwechsel. „Ursache dafür sind die anhaltenden Belastungen des Personals durch die Corona-Pandemie.“

Wegen der hohen und schnell steigenden Zahl an Infizierten rechnen die Krankenhäuser damit, dass die Zahl der Covid-Erkrankten in den Kliniken weiter zunehmen wird. „Die Hospitalisierungsrate und insbesondere die Auslastung der Intensivkapazitäten folgen dem Infektionsgeschehen erfahrungsgemäß mit zeitlichem Verzug und werden daher absehbar weiter anwachsen“, so die Krankenhausgesellschaft. Gegenwärtig und absehbar sei die Versorgung mit Intensivkapazitäten in Niedersachsen gewährleistet. Aber: Um Krankenhäuser und Personal zu entlasten und ausreichend Intensivkapazitäten aufrecht zu erhalten, sei es von größter Bedeutung, dass alle Menschen, die sich impfen lassen könnten, dies auch täten. Demnach hat die große Mehrheit der schwer kranken Covid-Patienten keine Corona-Schutzimpfung.

Hinweise, dass niedersächsische Kliniken geplante Operationen wegen zu vieler Corona-Erkrankten verschieben müssen, lagen der Krankenhausgesellschaft bis Mittwoch nicht vor. „Die Lage in den Krankenhäusern ist jedoch zunehmend angespannt“, hieß es. Es sei zu erwarten, dass in absehbarer Zeit wieder geplante und weniger dringliche Eingriffe verschoben werden, um zusätzliche personelle Ressourcen für die Covid-Versorgung zu haben.

Die Berliner Charité-Universitätsmedizin sagt seit Dienstag alle planbaren Eingriffe ab. Die steigende Zahl von Covid-19-Patientinnen und -Patienten mache diesen Schritt nötig, teilte ein Sprecher mit. dpa

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