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Marienburg-Streit: Bekanntgabe der Entscheidung verschoben

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Marienburg
Dichte Nebelschwaden ziehen am frühen Morgen bei Sonnenaufgang über das Schloss Marienburg hinweg. © Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Im Streit um die Marienburg bei Hannover gibt es weitere Verzögerungen. Der Termin zur Bekanntgabe der Entscheidung der zuständigen Zivilkammer sei vom 3. Juni auf den 1. Juli verschoben worden, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Hannover am Mittwoch. Es sei Aufschub beantragt worden, die Frist zur Abgabe von Stellungnahmen sei auch noch nicht abgelaufen.

Hannover - Zuvor hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Ernst August Prinz von Hannover hatte die Marienburg von seinem Sohn, Ernst August Erbprinz von Hannover, zurückgefordert. Kurz vor der mündlichen Verhandlung zog der Ehemann von Prinzessin Caroline von Monaco die Klage aber zurück. Neben dem Schloss verlangte der 68-Jährige auch die Rückübereignung des Hausguts Calenberg in der Gemeinde Pattensen-Schulenburg und des Fürstenhauses Herrenhausen in Hannover. Er stützte seinen Anspruch auf den Widerruf einer Schenkung infolge „groben Undanks“, ungerechtfertigte Bereicherung und den Wegfall der Geschäftsgrundlage.

Ernst August Erbprinz von Hannover sagte dagegen, die Klage seines Vaters sei „substanzlos und die darin enthaltenen Behauptungen sind falsch“. Der Urteilsverkündung sehe er zuversichtlich entgegen. Den ursprünglichen Verhandlungstermin im vergangenen November hatte das Gericht aufgehoben.

Ernst August Prinz von Hannover hatte seine Forderungen an die Salzburger EAH BetreibungsgmbH verkauft, deren Klage wird verhandelt. Der Vorsitzende Richter der zuständigen Zivilkammer, Stefan Heuer, äußerte allerdings in der mündlichen Verhandlung im März rechtliche Bedenken zu der Abtretung: „Stand heute würden wir die Klage abweisen“, betonte er. Auch sei „kein grober Undank gegeben“. Der Anwalt der BetreibungsgmbH, Volker Römermann, kündigte an, Ernst August senior als Zeugen zu benennen. Ein Termin dafür ist dem Zeitungsbericht zufolge aber nicht anberaumt worden. dpa

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