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Nach Corona-Pause wieder Walpurgisfeiern im Harz

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Vor der Walpurgisnacht im Harz
Als Hexen kostümierte Figuren hängen in einem Lager der Walpurgissippe. © Swen Pförtner/dpa/Archivbild

Zwei Jahre sind die Feiern in der traditionellen Walpurgisnacht mit Tausenden Besuchern im Harz ausgefallen. Jetzt soll wieder an die Vor-Corona-Zeit angeknüpft werden.

Wernigerode/Thale/Goslar - Zwei Jahre mussten die Hexen, Teufel und Feierwilligen pausieren - in diesem Jahr wird vielerorts im Harz wieder richtig Walpurgis gefeiert. In der Nacht zum 1. Mai sind etwa in Schierke am Fuß des Brockens und in Thale Walpurgisfeiern geplant, ebenso in Braunlage, Hahnenklee und Sankt Andreasberg. Geplant sind Veranstaltungen für Jung und Alt - Walpurgis für Kinder mit Schminkaktionen, Musik und Theater sowie Umzügen stehen auf dem Programm.

„Die Buchungslage in den Harzorten mit Walpurgis-Veranstaltungen ist gut. Wir hoffen, dass wir an die Besucherzahlen von 2019 herankommen“, hieß es vom Harzer Tourismusverband. Es werde mit einem guten Zulauf gerechnet, weil Walpurgis auf das Wochenende falle und sich gutes Wetter andeute.

In Schierke haben die Veranstalter ein Mittelalterspektakel von Freitag bis Sonntag angekündigt. Handwerker, Händler und Tavernen, Gaukler, Spielleute und Ritter sorgten für Atmosphäre im Kurpark. Auf mehreren Bühnen spielen Bands aus der Mittelalter- und Folkszene. Am Samstag werde mit Einbruch der Dunkelheit das Walpurgisfeuer entzündet. Es soll eine Pyro- und Lasershow geben.

In Thale wird in der Innenstadt und im Kurpark das traditionelle Frühlingsspektakel gefeiert, wie es vorab hieß. Der Walpurgismarkt in Thale mit mehreren Tausend Besuchern über mehrere Tage habe sich zu einem der größten Volksfeste im Harz entwickelt. Vom Freitag bis Sonntag gibt es ein Bühnenprogramm mit Livemusik. Auf die Großveranstaltung auf dem Hexentanzplatz oberhalb Thales werde in diesem Jahr verzichtet.

Die Walpurgisnacht soll nach der heiligen Walburga benannt sein. Goethe hat den literarischen Grundstein für die wilden Feste gelegt, als er nach einer Brockenbesteigung im Jahr 1777 im „Faust“ das teuflische Treiben festhielt. Nach altem Volksglauben treffen sich in der Nacht zum 1. Mai Hexen auf dem Brocken, auch Blocksberg genannt, um mit dem Teufel zu tanzen und zu feiern. Außerdem wird mit viel Geschrei der Winter ausgetrieben und der Frühling begrüßt. Die Walpurgisnacht ist eine der größten Touristen-Attraktionen des Harzes. dpa

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