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Plan soll Wasserstandsproblem im Steinhuder Meer lösen

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Steinhuder Meer
Im Steinhuder Meer ist die Insel Wilhelmstein hinter einer verschneiten Mole zu sehen. © Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild

Um das Steinhuder Meer in Zukunft nachhaltiger zu schützen und zu nutzen, hat das Land Niedersachsen einen speziellen Entwicklungsplan für den See in Auftrag gegeben. Der Seeentwicklungsplan entsteht in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und der Region Hannover. Das größte Problem des mit einer Fläche von rund 29,1 Quadratkilometern größten Sees in Niedersachsen sei der niedrige Wasserstand.

Wunstorf/Steinhude - „Der ist für die Segler essentiell, die im Schlamm stecken geblieben sind, für die Angler wichtig, aber auch für den Naturschutz“, sagte Christine Karasch, Dezernentin für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover, am Freitag.

„Es gibt einen neuen Player im Spiel und der heißt „Klimawandel““, so Karasch. An einem heißen Sommertag verdunsteten rund 400.000 Kubikmeter Wasser. Die durchschnittliche Wassertiefe im Steinhuder Meer beträgt nur rund 1,35 Meter.

Die zunehmende Verschlammung des Sees verschärft das Problem des Wasserstands zudem weiter. Durch den hohen Nährstoffgehalt des Steinhuder Meeres kommt es im Wasser zu einem übermäßigem Pflanzenwachstum. Sterben diese Pflanzen nach einer bestimmten Zeit auf natürliche Weise ab, hinterlassen sie den Schlamm am Grund. Jedes Jahr würden rund 40.000 Kubikmeter Schlamm entnommen, sagte Conrad Ludewig vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser. Dies entspreche ungefähr der jährlichen Schlamm-Neubildung.

Mit dem Seeentwicklungsplan soll in den kommenden Monaten ein Konzept entwickelt werden, wie Wassersport, Tourismus, Fischerei und Natur in Zukunft besser geschützt beziehungsweise genutzt werden können. „Wir wollen wissen, mit welchen Maßnahmen wir den Erhalt des Steinhuder Meeres sichern können“, so Karasch. Einschränkungen oder gar ein Verbot der Nutzung des Sees stünden aber nicht im Raum. „Im Gegenteil. Der Wassersport an sich bringt ja nicht die Schlammproblematik hervor“, betonte Karasch.

Die Studie entsteht mit Hilfe eines externen Instituts. Dieses soll im März kommenden Jahres einen Plan vorstellen. Die Kosten für die Erstellung dieses Plans belaufen sich auf etwa 100.000 Euro und werden sowohl vom Land Niedersachsen als auch von der Region Hannover getragen. dpa

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