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„Reichskanzler“ wegen Urkundenfälschung verurteilt

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Prozess gegen selbsternannten „Reichskanzler“
Der Angeklagte, ein selbsternannter „Reichskanzler“, zeigt seinen selbst erstellten Amtsausweis. © Julian Stratenschulte/dpa

Ein selbernannter „Reichskanzler“ ist wegen Urkundenfälschung und Beleidigung vom Amtsgericht Hildesheim zu einer Bewährungsstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Das teilte ein Gerichtssprecher am Donnerstag mit. Als Bewährungsauflage müsse der 79-Jährige 500 Euro zahlen. Der Mann hatte laut Anklage Ausweise, Führerscheine und eine Staatsangehörigkeits-Urkunde gefälscht.

Hildesheim - Darin bezeichnet er sich als „Reichskanzler“. Er ist mehrfach vorbestraft - erhielt allerdings bisher nur Geldstrafen.

Mit dem Urteil ist das Amtsgericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt. Die Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert. Laut einem psychiatrischen Gutachten liegt bei dem Angeklagten eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit vor, er stelle aber keine erhebliche Gefährdung für die Allgemeinheit dar, erläuterte der Sachverständige. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Angeklagte kündigte bereits an, Berufung einlegen zu wollen. dpa

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