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Schlammpeitzger in Emder Gewässer gesetzt

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Schlammpeitzger werden ausgesetzt
Ein Schlammpeitzger liegt auf einer Hand. © Markus Hibbeler/dpa

Mehr als 600 junge Schlammpeitzger sind am Freitag in verschiedene Emder Gewässer gesetzt worden. Die Fische sollen sich ausbreiten und vermehren, denn die Art ist als stark gefährdet eingestuft. Als Artenschutzmaßnahme hatte der Bezirksfischereiverband für Ostfriesland Schlammpeitzger in Aufzuchtbecken nachgezüchtet. Aus rund 20 Muttertieren haben sich in zwei Jahren mehr als 600 Nachkommen entwickelt, wie die Stadt Emden mitteilte, die das Projekt unterstützt.

Emden - Schlammpeitzger haben einen aalartig gestreckten Körper, sie können bis zu 35 Zentimeter lang werden. Sie leben versteckt in Gräben und Auen mit schlammigem Grund, in den sie sich eingraben. Die Fische können in Gewässern mit geringem Sauerstoffgehalt überleben, da sie die sogenannte Darmatmung beherrschen. Das bedeutet, dass der Fisch an der Wasseroberfläche Luft atmet und in den Enddarm weiterleitet.

Wie viele Schlammpeitzger in Niedersachsen leben, ist unbekannt, denn der Fisch verbringt die meiste Zeit seines Lebens im Schlamm. So wird er selten gesehen. Wegen des Ausbaus von Gewässern und intensiver Landwirtschaft ist der Lebensraum der Art vielerorts bedroht. dpa

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