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Sicherheitsfirma reagiert auf lange Wartezeiten am Airport

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Lange Wartezeiten am Flughafen Hannover
Reisende mit Gepäck stehen im Terminal C vom Flughafen Hannover-Langenhagen. © Michael Matthey/dpa

Reisende am größten Flughafen in Niedersachsen müssen seit einigen Wochen viel Geduld mitbringen. Viele Passagiere beschwerten sich über Verzögerungen beim Einchecken. Muss mit den Problemen auch noch in den Herbstferien gerechnet werden?

Hannover - Im Streit um lange Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen Hannover hat sich die Situation nach Angaben der Bundespolizei erheblich verbessert. Zwei Wochen vor dem Start der Herbstferien in Niedersachsen bildeten sich am Freitagabend zwar lange Schlangen, der Dienstleister Securitas setzte jedoch mehr Mitarbeiter ein. „Aus Sicht der Bundespolizei hat es sich erheblich verbessert“, sagte der Sprecher der Bundespolizeidirektion Hannover, Jörg Ristow, am Wochenende.

Verbesserungen wie ein Dokumentenchecker und eine Vorkontrolle bei der Luftsicherheit hätten die Lage entspannt. „Das ist ein guter Schritt, nun muss man gucken, wo noch an Stellschrauben gedreht werden kann“, ergänzte er. Vor den Neuerungen hätte jeder zweite Reisende nachkontrolliert werden müssen - nun seien es erheblich weniger.

In den vergangenen Wochen hatten manche Reisende wegen des langen Abfertigungsprozesses sogar ihren Flug verpasst. Ein Hauptgrund war der Personalmangel bei dem Dienstleister, den die Bundespolizei für die Sicherheitskontrollen beauftragt hat. Um die Probleme abzustellen, wurde eine Taskforce eingerichtet.

In der kritischen Zeit von Mitternacht bis 3.00 Uhr gehen viele Ferienflieger raus, da in Hannover kein Nachtflugverbot herrscht. Am Freitagabend seien 2100 Reisende abgeflogen, sagte der Sprecher. Die Maßnahmen der neu gegründeten Taskforce hätten gegriffen. Bei den Vorkontrollen seien Reisende auf die seit langem geltenden Bestimmungen aufmerksam gemacht worden, nach denen nur bestimmte Gegenstände und Flüssigkeiten ins Flugzeug mitgenommen werden dürfen.

Insgesamt hätten viele Reisende mehr als die erlaubten 100 Milliliter im Handgepäck gehabt - teilweise auch nicht in einer separaten durchsichtigen Verpackung. Bei den Vorkontrollen hätten sehr viele Gegenstände aussortiert werden können, sagte Ristow. Viele Flüge in Richtung Türkei waren zuletzt von den Verzögerungen betroffen.

„Mit Wartezeiten ist weiterhin zu rechnen, aber Reisende können sich vorbereiten“, sagte der Sprecher. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, rät er Reisenden nicht vor Öffnung der Check-in-Schalter zu kommen. Die entsprechenden Zeiten könne man auf der Internetseite des Flughafens nachschauen. Zudem empfiehlt er, lediglich ein Handgepäckstück mitzunehmen. Dies beschleunige den Ablauf. Flüssigkeiten wie Getränke oder Kosmetika könnten auch nicht im Handgepäck, sondern müssen im Koffer untergebracht werden. dpa

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