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Sturmtief am Wochenende: Leichte Sturmfluten erwartet

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Sandverluste auf Langeoog
Sichtbare Sandverlusten am Strand. © Klaus Kremer/Langeoog News/dpa/Archivbild

Ein Sturm ist kaum abgezogen, da zieht schon der nächste heran. Dieser könnte laut Meteorologen sogar Orkanstärke erreichen. An der Nordseeküste werden leichte Sturmfluten erwartet. Das hat bereits Folgen für die Fahrpläne einiger Inselfähren.

Emden - Der Ausläufer eines Sturmtiefs bringt am Wochenende erneut unbeständiges Winterwetter mit Sturmböen, Regenschauern und vielen Wolken nach Niedersachsen und Bremen. Der Sturm setzt am Samstag ein und nimmt dann über den Tag hinweg immer mehr zu, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mitteilte. Für die Nordseeküste und das nördliche Binnenland erwarten die Meteorologen Sturmböen der Windstärke neun mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Stundenkilometern. Bis zur Nacht zum Sonntag nimmt der Sturm aus Nordwesten zu, dann besteht an der See und im Harz auch die Gefahr von orkanartigen Böen. Das stürmische Wetter hält sich demnach voraussichtlich bis zum Montag.

Für die niedersächsische Nordseeküste besteht laut dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Gefahr leichter Sturmfluten. Strände, Vorländer und Hafenflächen könnten dann überflutet werden. Nach Angaben des Sturmflutwarndienstes vom Freitag kann das Hochwasser am Samstagabend sowie das Morgen- und Vormittagshochwasser am Sonntag um etwa eineinviertel Meter höher auflaufen als das mittlere Tidehochwasser.

Nach NLWKN-Angaben treten leichte Sturmfluten nach dem langjährigen Mittel statistisch bis zu zehn Mal in der Saison zwischen September und April auf. In der Regel sind sie keine größere Herausforderung für die Küstenschutzbauwerke.

Im Fährbetrieb zwischen den Ostfriesischen Inseln Langeooge und Wangerooge und dem Festland verschieben sich am Wochenende aufgrund der Sturmflutwarnung Abfahrten, wie die Fährbetriebe mitteilten.

Bereits für den Donnerstagabend waren an der Küste bei stürmischem Wetter höhere Wasserstände erwartet worden - die Flut verlief aber glimpflich. Eine Sprecherin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg teilte mit, dass die Höchststände teilweise „durchaus auch etwas geringer“ ausfielen als vorhergesagt.

Dennoch besonders im Blick haben derzeit Küstenschützer den Strand der Insel Langeoog. Dort hatte sich zuletzt nach den leichten Sturmfluten dieses Winters eine deutliche, rund 500 Meter lange Abbruchkante über den Strand vor den Schutzdünen gebildet. Der NLWKN gab in einer Mitteilung am Freitag aber Entwarnung: Eine Gefahr für Langeoog und die lebenswichtige Süßwasserlinse im Inselinneren, die das Trinkwasserreservoir bildet, bestehe nicht. Die Abbruchkante sei vielmehr ein zu erwartendes Ergebnis nach den letzten Sandaufspülungen 2020 am Strand vor den Dünen. Das Sanddepot verhindert Abbrüche an den dahinterliegenden Schutzdünen und werde mit jeder Sturmflut schmaler, teilte die Behörde mit. dpa

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