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Theaterbeschäftigte protestieren gegen Sparpläne des Landes

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Demonstration #RettedeinTheater
Beschäftigte der Theater in Niedersachsen und weitere Kulturschaffende demonstrieren vor dem Landtag Niedersachsen. © Julian Stratenschulte/dpa

Hunderte Kulturschaffende haben in Hannover unter dem Motto #rettedeintheater gegen Sparpläne der niedersächsischen Landesregierung protestiert. Der aktuelle Haushaltsplan-Entwurf sehe für die kommenden Jahre erhebliche Einbußen in Millionenhöhe für die niedersächsische Theaterlandschaft vor, erklärten die Organisatoren der Proteste. So sollen unter anderem die anstehenden Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst nicht übernommen werden.

Hannover - Kulturminister Björn Thümler (CDU) sagte dagegen am Mittwoch: „Wir haben keine Kürzungen.“ Die Staatstheater zum Beispiel hätten in erheblichem Maße von Kurzarbeit profitiert und dadurch Überschüsse erwirtschaftet.

Über den Haushaltsplanentwurf für 2022/23 soll im Dezember im Landtag in Hannover entschieden werden. Spielraum für Zugeständnisse an die Theater sieht Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers nicht. Der CDU-Politiker sagte, dass sich aufgrund der pandemiebedingten Mindereinnahmen alle Bereiche auf „engere Verhältnisse“ einstellen müssten - nicht nur die Kultur. Der Anteil des Haushaltes des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur am Gesamthaushalt sei von 10,9 Prozent (2016) auf 10,2 Prozent (2021) gesunken, kritisierte die Grünen-Fraktion. Auch die FDP-Fraktion unterstützt die Proteste.

Nach Polizeiangaben nahmen etwa 1100 Menschen an der Demonstration teil. Einige trugen Kostüme, es gab auch Musik-Beiträge. Bereits seit einem Monat laufen in vielen niedersächsischen Theatern Protestaktionen nach Vorstellungen. Nach Angaben der Organisationen - darunter mehrere Gewerkschaften - stehen die Kultur-Etats an verschiedenen Orten in Deutschland unter Druck. dpa

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