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Umweltverbände wollen neue Ölförderung im Wattenmeer stoppen

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Aktion gehen die Ölförderung im Wattenmeer
Teilnehmer einer Aktion mehrerer Umweltverbände gegen die Ölförderung im Wattenmeer halten ein Banner. © Brigitta von Gyldenfeldt/dpa

Mehrere Umweltverbände haben am Freitag in Sichtweite der Bohrplattform Mittelplate im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor Friedrichskoog gegen die geplante Ausweitung der Ölförderung im Nationalpark demonstriert. Deutsche Umwelthilfe (DUH), Schutzstation Wattenmeer und WWF fordern den Betreiber Wintershall Dea auf, seine Pläne zu stoppen und die bestehende Förderung bis 2030 statt bis 2041 zu beenden.

Friedrichskoog - Deutschland brauche dieses Öl nicht, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. Für Klimaschutz und Natur seien die Bohrungen eine große Bedrohung.

Den Angaben zufolge fördert Mittelplate rund eine Million Tonnen Öl jährlich, was einem Prozent des deutschen Ölverbrauchs und 55 Prozent der Gesamtproduktion in Deutschland entspricht. Durch die neuen Förderungen sollen rund 120 000 Tonnen im Jahr hinzukommen. Einen relevanten Betrag zur Versorgungssicherheit leistet Mittelplate nach Ansicht der Verbände damit nicht.

Von Mittelplate aus wird seit 1987 Öl in der Nordsee gefördert. Die laufende Förderbewilligung läuft bis Ende 2041. Das Unternehmen beantragte im September 2019, auch im südlichen Teil der Lagerstätte Öl zu fördern. Die formale Dauer einer beantragten Bewilligung sind nach früheren Unternehmensangaben 50 Jahre. Auch im südlichen Teil solle aber nur bis Ende 2041 gefördert werden, hieß es. dpa

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