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Warnstreiks führen zu Flugausfällen in Hannover und Bremen

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Warnstreik
Ein Streikender trägt eine Warnweste mit ver.di-Logo und eine rote Trillerpfeife. © Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Der Flugbetrieb in Hannover und Bremen ist wegen Warnstreiks einen Tag lang stark eingeschränkt. Der Flughafen in Hannover hat wenig Verständnis für die Aktion.

Hannover - An den Flughäfen in Hannover und Bremen sind am Montag wegen Warnstreiks zahlreiche Flüge ausgefallen. Die Gewerkschaft Verdi hatte Sicherheitskräfte in der Passagierkontrolle dazu aufgerufen, den ganzen Tag die Arbeit niederzulegen. Wie am Nachmittag aus den Online-Abflugplänen hervorging, wurden in Hannover 15 von 27 und in Bremen 4 von 14 Abflügen gestrichen. Rund 80 Beschäftigte beteiligten sich Verdi zufolge vor dem Flughafengebäude in Hannover an einer Kundgebung für bessere Arbeitsbedingungen.

Die Warnstreiks sind Teil eines Tarifkonflikts zwischen Verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen. Die Gewerkschaft verhandelt mit dem Arbeitgeberverband über einen neuen Tarifvertrag für bundesweit rund 25.000 Sicherheitskräfte. Drei Verhandlungsrunden waren bisher ohne Ergebnis geblieben. Beide Seiten wollen sich am Mittwoch und Donnerstag in Berlin zu weiteren Verhandlungen treffen.

Verdi zufolge werden allein in Hannover zurzeit mehr als 100 Fachkräfte benötigt, um die Kontrolle der Fluggäste „in einer angemessenen Zeit vornehmen zu können und um lange Warteschlangen zu vermeiden“. Der Aufruf zum Warnstreik galt auch für die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Berlin und Leipzig.

Der Flughafen Hannover kritisierte Dauer und Umfang des Warnstreiks als unverhältnismäßig. Der Tarifkonflikt werde auf dem Rücken der Reisenden und des Flughafens ausgetragen, obwohl dieser nicht einmal Tarifpartei sei. Jeder gestrichene Flug sei finanziell ein schwerer Ausfall, sagte ein Sprecher. dpa

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