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Arbeitslosenzahl sinkt in NRW zum Jahresende weiter

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Bundesagentur für Arbeit
Wolken ziehen über ein Schild der Bundesagentur für Arbeit . © Carsten Koall/dpa/Symbolbild

Vor allem junge Leute profitieren von der schrittweisen Erholung auf dem Arbeitsmarkt. Erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 1982 sank die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren in Nordrhein-Westfalen unter die Marke von 50.000.

Düsseldorf - Die Zahl der Arbeitslosen ist in Nordrhein-Westfalen im Dezember auf den niedrigsten Stand des Jahres 2021 gefallen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland waren gut 651.000 Menschen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Das waren rund 6000 oder 0,9 Prozent weniger als im November. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,7 Prozent. Sie lag damit weiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 5,1 Prozent. Stichtag der Erhebung für die Arbeitsmarktdaten war der 13. Dezember.

Besonders stark profitierten von der positiven Entwicklung Withake zufolge junge Menschen unter 25 Jahren. Die Jugendarbeitslosigkeit sank stetig und unterschritt im Dezember zum ersten Mal seit der ersten Erhebung im Jahre 1982 die Marke von 50.000 Personen. „Man sieht, die jungen Leute werden gebraucht, vor allem wenn sie eine Ausbildung haben“, hieß es bei der Arbeitsagentur. Die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen lag mit nur 4,8 Prozent deutlich unter dem allgemeinen Niveau.

„Der positive Trend der schrittweisen Erholung hat auch im Dezember am Arbeitsmarkt weiter fortbestanden“, sagte der Chef der Regionaldirektion NRW, Torsten Withake. Wie sich die zu erwartende Omikron-Welle auf den Arbeitsmarkt auswirken werde, lasse sich nur schwer vorhersagen. Aktuell bereiteten sich die Agenturen für Arbeit auf eine stärkere Inanspruchnahme von Kurzarbeit im Januar vor.

„Schon im Dezember sind die Anzeigen ausgehend von einem niedrigen Niveau wieder mehr geworden“, berichtete Withake. Die Agentur stocke deshalb die Teams, die die Kurzarbeitsanzeigen bearbeiten, mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Bereichen auf.

Ein Vergleich mit dem Vorjahr zeigt, wie sehr sich die Situation am Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen in den letzten 12 Monaten trotz der anhaltenden Corona-Pandemie verbessert hat. Seit Dezember 2020 sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im bevölkerungsreichsten Bundesland um gut 83.000 oder 11,3 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt waren 2021 in NRW monatlich gut 718.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Im langjährigen Vergleich lag die Arbeitslosigkeit 2021 zwar über den Jahren 2017 bis 2019, jedoch schon unter der des Jahres 2016 mit damals knapp 726.000 Arbeitslosen.

Deutlich sichtbar blieb die Covid-Krise in ihrem zweiten Jahr allerdings bei der Nachfrage nach Arbeitskräften. Über das gesamte Jahr gesehen wurden im Schnitt monatlich 32 475 Stellen neu gemeldet, das waren 3479 oder 9,7 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2019.

Die regionalen Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt in NRW waren weiter beträchtlich. Am niedrigsten war die Arbeitslosenquote im Dezember mit 3,6 Prozent im Münsterland. In Südwestfalen lag sie bei 4,9 und in Ostwestfalen-Lippe bei 5,0 Prozent. Deutlich höher war die Arbeitslosenquote mit jeweils 6,6 Prozent im Rheinland und im Bergischen Land, am höchsten im Ruhrgebiet mit 9,2 Prozent. dpa

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