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Betrugsverdacht bei Corona-Hilfen: Polizei geht in Wohnungen

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Blaulicht
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa/Symbolbild

Mit mehreren Firmen aus dem Gastgewerbe sollen zwei Männer zu Unrecht Corona-Hilfen über 3,2 Millionen Euro beantragt haben, von denen sie 1,5 Millionen Euro erhalten haben. Wie die Kölner Staatsanwaltschaft und die Polizei mitteilten, rückten am Dienstag Ermittler in der Domstadt und in Österreich aus und durchsuchten drei Wohnungen, zwei Geschäftsräume und eine Anwaltskanzlei.

Köln - Dem 44-Jährigen und dem 31-Jährigen wird gewerbsmäßiger Subventionsbetrug vorgeworfen, sie sollen zwischen März 2020 und Juni 2021 in 19 Fällen Corona-Wirtschaftshilfen beantragt haben. Solche Unterstützung soll Umsatzeinbußen, die Firmen wegen der Pandemie erlitten haben, zumindest teilweise ausgleichen. Aus Sicht der Ermittler standen die Hilfen den Männern aber gar nicht zu - die Verdächtigen hätten sie nicht beantragen dürfen.

Der 44-jährige Hauptbeschuldigte wurde im österreichischen Sankt Pölten verhaftet. Im Wege des Amtshilfeverfahrens wurden zudem Ermittler an einer Wiener Wohnanschrift vorstellig. Außerdem wurden in Spanien „Vermögensarreste“ vollstreckt - mit solchen Maßnahmen werden Vermögenswerte dem Zugriff der Tatverdächtigen entzogen. Zudem wirft die Staatsanwaltschaft einem Kölner Rechtsanwalt Beihilfe vor. Eine weitere Beschuldigte soll mit der Überweisung auf ein spanisches Konto versucht haben, das Geld zu sichern. dpa

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