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Blutiger Messerstreit am Aasee: Angeklagter schweigt

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Justitia
Eine Figur der blinden Justitia. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Am Aasee in Münster geraten im Sommer zwei Gruppen junger Menschen in Streit. Ein Mann wird dabei durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Der mutmaßliche Täter hüllt sich vor Gericht in Schweigen.

Münster - Nach einem blutigen Streit zwischen zwei Gruppen junger Menschen am Aasee in Münster hat vor dem Landgericht Münster der Prozess gegen einen 20-jährigen Mann begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten Mord vor. Er soll am Abend des 11. Juni einen gleichaltrigen Kontrahenten im Streit niedergestochen haben. Das Opfer erlitt durch zwei Stiche lebensgefährliche innere Verletzungen und musste noch in derselben Nacht notoperiert werden.

Laut Staatsanwaltschaft waren sowohl der Angeklagte als auch das spätere Opfer am Tatabend jeweils zusammen mit mehreren Freunden am Aasee in Münster unterwegs. Zunächst soll es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden Gruppen gekommen sein, an der der Angeklagte aber offenbar nicht beteiligt war. Bei einem weiteren Aufeinandertreffen wenig später soll der Angeklagte dann ein Messer gezogen und es dem Opfer in den Oberkörper gestoßen haben, als dieses ihm gerade den Rücken zukehrte.

Zu Prozessbeginn erklärte der Angeklagte, dass er zu den Vorwürfen keine Angaben machen wolle. Drei Polizeibeamte schilderten den Richtern die dramatischen Szenen ihres Einsatzes. „Der Verletzte blutete stark. Wir mussten Erste Hilfe leisten, sonst hätte er es bis zum Eintreffen des Notarztes nicht geschafft“, sagte ein Zeuge.

Mit einem Urteil ist nicht vor Ende Januar zu rechnen. dpa

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