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Champions-League-Spiel: Fans werfen Flaschen auf Polizei

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Ajax-Fans feiern mit Bengalischem Feuer am Hansaplatz
Ajax-Fans feiern mit Bengalischem Feuer am Hansaplatz. © Thomas Banneyer/dpa

Vor dem Champions-League-Duell Ajax Amsterdam gegen Borussia Dortmund am Mittwochabend in Dortmund haben mutmaßliche Ajax-Fans Flaschen auf Polizisten geworfen. Die Polizei forderte in einem Tweet dazu auf, dies zu unterlassen und sich friedlich zu verhalten. „Beteiligen Sie sich nicht an diesen Auseinandersetzungen, folgen Sie den Anweisungen der Polizei“, hieß es.

Dortmund - „Gegen Gewalttäter werden wir konsequent durchgreifen.“

Bereits am frühen Abend hatten Ajax-Fans bei Treffen in der Innenstadt bengalische Feuer gezündet. Die Polizei sprach in einem Tweet von „umfangreich abgebrannter Pyrotechnik“. Mehrere Fans wurden festgenommen.

In einer U-Bahn-Haltestelle zündete ein Unbekannter einen sogenannten Rauchtopf, der die Anlage vernebelte. Dies habe einen Feuerwehreinsatz ausgelöst, berichtete die Polizei weiter. Der U-Bahnverkehr sei aber nur geringfügig beeinträchtigt worden.

Die Polizei hatte zuvor per Twitter und in Flyern auf Deutsch und Niederländisch auf das Verbot von Pyrotechnik hingewiesen. Hintergrund ist das massive Abbrennen von Pyrotechnik beim Hinspiel vor zwei Wochen in Amsterdam. Fans beider Clubs hatten damals Bengalos gezündet. Auch Feuerwerkskörper flogen durch die Arena, die Tribüne wurde in dichten Rauch gehüllt. Die Europäische Fußball-Union hatte eine Untersuchung der Vorfälle angekündigt.

Trotzdem wurde bei Kontrollen von anreisenden Amsterdam-Fans „umfangreich Pyrotechnik aufgefunden und sichergestellt“. Die Bundespolizei teilte mit, es seien rund 300 Fahrzeuge überprüft und 47 pyrotechnische Gegenstände entdeckt worden, darunter Bengalos, Böller und Rauchfackeln. „Herausragend war hierbei, dass diese Pyrotechnik zum Teil in der Autoverkleidung versteckt worden ist“, hieß es in einer Mitteilung. Zudem seien Betäubungsmittel, Springmesser und auch eine Softairwaffe mit einer größeren Menge Munition festgestellt worden.

Die Polizei hatte die Partie im Vorfeld als Hochrisikospiel eingestuft. Mehr als 1000 Polizisten waren für den Einsatz eingeplant. Zur Beobachtung der Fans setzten die Beamten auch Drohnen ein.

Die Bundespolizei hatte bereits ab dem Morgen an deutsch-niederländischen Grenzübergängen in Richtung Dortmund einreisende Ajax-Fans kontrolliert. Zwei Personen sei dabei „aus Gründen der Gefahrenabwehr“ die Einreise verwehrt worden. dpa

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